Fieberverlauf bei verschiedenen Krankheiten

Krankheiten & Fieber 

Fieberverlauf bei verschiedenen Krankheiten

Fieberverläufe nach Ursachen sortiert, die 4 Fieberphasen und 6 Verlaufskurven, Grippe, Erkältung, Baby- und Kinderkrankheiten, Reisekrankheiten, Infektionen.

Zusammenfassung:
  • Je nach Krankheitsursache (bakteriell oder viral) verläuft Fieber zum Teil völlig verschieden und tritt plötzlich oder allmählich ein, ist unterschiedlich hoch und von unterschiedlichen Symptomen begleitet. Aus dem Verlauf lässt sich also die Ursache eingrenzen.
  • Insgesamt gibt es 6 Verlaufsformen, die immer 4 allgemeine Phasen durchlaufen.
  • Grippe- und Erkältungserkrankungen sind am häufigsten vertreten und lassen sich durch einfache, durch zahlreiche Studien bestätigte Hausmittel behandeln, von denen die besten aufgeführt werden.
  • Babys fiebern selten, aber mindestens einmal hoch, nämlich beim Dreitagefieber.
  • Kinder fiebern häufiger als Erwachsene und durchlaufen diverse Kinderkrankheiten, die sich an Verlauf und Symptomen erkennen lassen. Bei Jugendlichen kann es sich auch im Pfeiffersches Drüsenfieber handeln.
  • Die häufigsten Reisekrankheiten von Dengue-Fieber bis Malaria im Überblick und woran man sie erkennen kann.
  • Welche Krankheiten vorliegen können, wenn das Fieber kommt und geht. Lebensbedrohliche Notfälle erkennen. 
  • Alle Verlaufsformen mit Beispielkrankheiten und Beispielverlauf im Überblick.

Die Fieberverlaufskurve gibt Aufschluss über die Ursache der Erkrankung

Fieber verläuft ausgesprochen verschieden je nachdem ob die Infektionsursache bakteriell oder viral ist, so dass eine bloße Beobachtung der Verlaufskurve tatsächlich Rückschlüsse darüber ziehen lässt, welche Krankheiten überhaupt vorliegen können und wie lange sich die Heilung voraussichtlich gestalten wird. Auch die zu erwartende Höhe des Fiebers und ob das Fieber plötzlich oder allmählich steigt steht in einem nicht unerheblichen Zusammenhang mit der Art der Krankheit.

So kann Fieber kontinuierlich verlaufen und über Tage hinweg kaum schwanken wie beim kindlichen Dreitagefieber oder remittieren, also über Nacht um ein bis zwei Grad abfallen, wie bei der Grippe. Es kann intermittieren als über Nacht steil und zum Teil bis unter die Fiebergrenze abfallen um tags drauf wieder hochzuschießen wie bei einer Blutvergiftung oder undulieren, also gleichmäßig über einige Tage hinweg ansteigen um dann über einige Tage ebenso gleichmäßig allmählich wieder abfallen wie beim Mittelmeerfieber. Es kann in Schüben wiederkehren, also rekurrieren, wie bei Malaria oder aber es kann biphasisch verlaufen, also erst ein zwei Tage hoch ansteigen, dann abfallen und dann noch einmal für ein paar Tage hochgehen wie bei den Masern.

Um diese Beobachtungswerte sinnvoll für sich nutzen können – natürlich ohne, dass das einen Arztbesuch ersetzen könnte –, ist es zunächst notwendig die „Grammatik“ des Fieberverlaufs zu verstehen, also die 4 allgemeinen Fieberphasen sowie die 6 möglichen Verlaufstypen.

Im Anschluss daran erfolgen die möglichen Krankheiten tabellarisch aufgeschlüsselt nach Kinderkrankheiten, Erkältungskrankheiten, Reisekrankheiten sowie seltenen Infektionen. Es wird dargestellt wie sie verlaufen, also an welchen Verlaufsmerkmalen man sie erkennen kann, welche Begleitsymptome zu erwarten sind und welche Gefahren möglicherweise drohen. Auch auf angebrachte Maßnahmen wird hingewiesen. Darüber hinaus finden Sie zuletzt ein anschauliches graphisches Verlaufsbeispiel zu jedem der 6 Verlaufstypen und eine Übersicht von Krankheiten, die in jeder dieser Kategorien zu erwarten sind.

medical-563427_1280

Der Fieberverlauf gibt Hinweise auf mögliche Infektionsursachen.


Die 4 Fieberphasen bei allen Krankheiten

Unabhängig davon welche Krankheit vorliegt, verläuft eine fieberhafte Reaktion immer in 4 distinkten Phasen, die logisch aufeinander folgen. Dabei handelt es sich um den Fieberanstieg (1), die Fieberhöhe (2), den Fieberabfall (3) und den Erschöpfungsschlaf (4).

fieberphasen

Phase 1: Fieberanstieg (stadium incrementi)

Zu Beginn der fiebrigen Reaktion setzt der Hypothalamus, d.i. das Steuerungszentrum des vegetativen Nervensystems im Zwischenhirn, vereinfacht: das Körperthermostat, den Sollwert der Körpertemperatur auf ein erhöhtes Maß, das sich in der Regel innerhalb einer Spanne von etwa 38°C und 41°C bewegt. Der Körper empfindet seine bisherige Temperatur im Unterschied zu diesem neuen Sollwert dann als zu kalt und beginnt dementsprechend zu frieren. Dadurch greifen die natürlichen Regulierungsmechanismen zur Wärmeproduktion und Wärmeerhalt: das sympathische Nervensystem wird aktiviert, Pulsfrequenz und Stoffwechsel angeregt und es kommt zu Kältezittern bis hin zu Schüttelfrost. Gleichzeitig wird die Durchblutung der äußeren Gliedmaßen herabgesetzt um weniger Wärme zu verlieren, so dass Hände und Füße kalt werden. Zusätzlich sorgt das veränderte subjektive Befinden (Frost, Schwindel und geistige Verwirrtheitszustände) dafür, dass sich der Patient in eine wärmere Umgebung zurückzieht.

Typische Symptome des Fieberanstiegs:
  • Frieren, Schüttelfrost (je steiler der Fieberanstieg, desto intensiverer Schüttelfrost)
  • kalte Hände und Füße
  • Schwindel
  • geistige Verwirrtheitszustände
  • Rückzugs- und Wärmebedürfnis

Phase 2: Fieberhöhe (fastigium)

Ist der neue Sollwert erreicht – was sich relativ rasch und in einer Fieberspitze ereignen kann – hört das Zittern auf und der Hypothalamus beginnt mit Hilfe diverser Hormone und Neurotransmitter den weiteren Temperaturanstieg zu begrenzen, so dass die Körpertemperatur in der überwiegenden Mehrheit der Fälle die 41°C nicht überschreitet. In dieser Phase findet die Abtötung der eindringenden Keime statt, die von der ansteigenden Temperatur zu einer Hitzeschockantwort genötigt werden, was sie schwächt und ihre Fortpflanzung behindert. Die Präsenz der dabei frei werdenden Hitzeschock-Proteine, mit denen sich die Zellen davor schützen „hartgekocht“ zu werden, mobilisiert und „radikalisiert“ zudem die Fresszellen (Makrophagen) und kurbelt die körpereigene Immunabwehr an.

Typische Symptome der Fieberhöhe:
  • Appetitlosigkeit,
  • Flüssigkeitsverlust (sogar bis hin zu Austrocknung, daher ausreichend trinken!),
  • Kopf- und Gliederschmerzen,
  • Fieberträume (bis hin zu Delirium und Halluzinationen),
  • Ausgeprägtes Schwächegefühl,
  • Schwindel und Bewegungsunfähigkeit,
  • Lichtscheue (Photophobie).

Bei Säuglingen kann es gelegentlich auch zu Fieberkrämpfen kommen.

Phase 3: Fieberabfall (stadium decrementi)

In der Schlussphase des Fiebers senkt der Hypothalamus den Sollwert wieder auf sein normales Maß, so dass die bisherige Temperatur als zu heiß empfunden wird und der Körper zu schwitzen beginnt, um sich herunterzukühlen. Dies kann entweder plötzlich in einer so genannten Krisis mit heftigen Schweißausbrüchen innerhalb von wenigen Stunden geschehen oder allmählich in Abstufungen in einer so genannten Lysis, wobei sich der Fieberabfall über mehrere Tage hinzieht und der Schweiß im Gegensatz zum in der Regel kalten, klebrigen, kleinperligen Schweiß der Krisis eine nun warme, großperlige Form annimmt.

Krisis:
  • plötzlicher Fieberabfall
  • einige Stunden
  • kalter, kleinperliger Schweiß
Lysis:
  • allmählicher Fieberabfall
  • mehrere Tage
  • warmer, großperliger Schweiß

Phase 4: Erschöpfungsschlaf und Regeneration

Hat der Körper die Normalisierung seiner Körpertemperatur erfolgreich überstanden, verfällt er in einen Erschöpfungsschlaf. Zur vollständigen Regeneration bedarf es je nach Befinden noch ein bis zwei Tage der Bettruhe. In dieser Zeit meldet sich auch der Appetit zurück und man kommt wieder zu Kräften.

Nach ein bis zwei Tagen der Regeneration ist die Krankheit überstanden.

Wer Fieber hat, der muss vor allem darauf achten viel zu trinken.


Die 6 Fieberverlaufsformen und ihre Ursachen im Überblick

Je nach Art der vorliegenden Infektion beschreibt der Krankheitsverlauf unterschiedliche Verlaufskurven unter denen 6 Hauptverlaufsformen unterschieden werden. 

Kontinuierliches Fieber

1. Kontinuierliches Fieber

Beim kontinuierlichen Fieber ist die Temperatur über mehrere Tage hinweg gleich hoch und schwankt am Tage maximal um 1,0°C, wobei sich die Fieberhöhe zumeist zwischen 38,0°C und 39,0°C einpendelt. Es ist typisch für alle möglichen Arten von bakteriellen Infektionen.

Remittierendes Fieber

2. Remittierendes Fieber

Beim remittierenden Fieber schwankt die Temperatur am Tage um bis zu 2,0°C. Abends ist sie deutlich höher als am Morgen, jedoch niemals so niedrig, dass der Patient in den Tiefphasen fieberfrei wäre. Es kommt bei einer Vielzahl von bakteriellen und viralen Infekten vor, ist jedoch insbesondere typisch für Entzündungen der oberen Atemwege.

Intermittierendes Fieber

3. Intermittierendes Fieber

Beim intermittierenden Fieber schwankt die Temperatur am Tage um mehr als 2,0°C. Abends ist sie deutlich höher als am Morgen. Im Gegensatz zum remittierenden Fieber kann sie dabei sogar bis auf 37,0°C sinken, so dass es zu fieberfreien Intervallen und zuweilen sogar Untertemperatur kommen kann. Der Fieberanstieg ist steil und schnell und daher nicht selten mit Schüttelfrost verbunden. Intermittierendes Fieber ist vor allem typisch für akute Infektionen.

Rekurrierendes Fieber

4. Rekurrierendes Fieber

Beim rekurrierenden Fieber (auch rezidivierendes Fieber, Rückfallfieber, Relapsfieber oder periodisches Fieber genannt) wechseln die Fieberschübe mit 1 bis 2 und sogar bis zu 14tägigen fieberfreien Intervallen. Rückfallfieber ist vor allem typisch für spezielle bakterielle Infektionskrankheiten wie Borreliose und Malaria.

Undulierendes Fieber

5. Undulierendes Fieber

Undulierendes Fieber verläuft wellenförmig, wobei die Temperatur über mehrere Tage hinweg allmählich ansteigt mit Fieberspitzen bis zu 40°C um dann ebenso allmählich wieder zu fallen. Nach einigen fieberfreien Tagen folgt dann ein weiterer Zyklus. Undulierendes Fieber ist vor allem typisch für Brucellosen und Krebserkrankungen wie Morbus Hodgkin.

Biphasisches Fieber

6. Biphasisches Fieber

Biphasisches Fieber, auch doppelgipfliges Fieber genannt, verläuft in zwei distinkten Phasen, wobei die erste Phase relativ kurz ist und von einem fieberfreien Intervall gefolgt wird, bevor es zu einem erneuten Fieberanstieg kommt, der zwar länger anhält, aber ähnliche Temperaturen aufweist. Biphasisches Fieber tritt häufig im Zusammenhang von Virusinfektionen auf, wobei sich die organspezifischen Symptome in der zweiten Phase zeigen.

Ursachen und Krankheiten aus Verlauf und Symptomen ablesen

Um vor dem Arztbesuch abzuschätzen um welche Krankheit es sich handeln könnte, sind im Folgenden tabellarisch eine Reihe von möglichen Krankheitsursachen und ihre Besonderheiten im Fieberverlauf sowie ihre charakteristischen Symptome aufgelistet. Der Einfachheit der Handhabung halber sind sie in vier Hauptgruppen unterteilt, nämlich den Grippe- und Erkältungskrankheiten (1) als häufigste Kategorie, den Kinder- und Babykrankheiten (2), den Reisekrankheiten (3), also vor allem diejenigen Krankheiten, die bei Tropenreisen eingefangen werden können, und schließlich eine Reihe von seltenen Infektionen (4) unter denen sich vor allem eine Reihe von Folgeinfektionen und Entzündungen befinden, die sich durch spezifische Schmerzen ausweisen sowie Krankheiten, die bei kommendem und gehendem Fieber in Frage kommen. Erforderliche bzw. mögliche Maßnahmen sowie eine Gefahrenabschätzung werden ebenfalls gelistet.

1. Fieberverlauf bei Grippe- (Influenza) und Erkältungskrankheiten als Ursache

Bei Grippe- und Erkältungskrankheiten handelt es sich vorrangig um virale Infektionen der oberen Atemwege durch Rhino- bzw. Influenzaviren. Sie machen die Mehrzahl der alltäglichen fieberhaften Erkrankungen aus und reagieren ausgesprochen gut auf einige sehr einfache Hausmittel.

1.1 Grippe (Influenza-Viren)

Die gewöhnliche Grippe (Influenza) ist eine durch Grippeviren ausgelöste virale Infektion, die über die Atemwege erfolgt. Zum Fieberanstieg kommt es in der Regel nach ein bis zwei Tagen Inkubationszeit, während der sich die Viren im Körper vermehren. Der Fieberanstieg ist nicht allmählich, sondern steil von reichlich Schüttelfrost und Gliederschmerzen begleitet und mit Fieberspitzen von bis zu 40,0°C, wobei sich das Fieber bei Kindern und Jugendlichen meist schneller entwickelt als bei älteren Menschen. Darin unterscheidet sich die Grippe von der Erkältung bzw. einem grippalen Infekt, wo die Krankheit typischerweise schleichend einsetzt.

Sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern dauert die Fieberhöhe dann zwischen 3 und 7 Tagen an. Währenddessen remittiert das Fieber, d.h. die Temperatur steigt bis zum Abend von Schüttelfrost begleitet bis zu 2,0°C an um zumeist in der Nacht und unter Schweißausbrüchen wieder zu fallen. Während der Fieberhöhe kommt es in der Regel zu starken Kopf- und Gliederschmerzen, aber im Gegensatz zum grippalen Infekt, sprich: der klassischen Erkältung, nur ausgesprochen selten zu Schnupfen.

Insgesamt ist für eine Grippeerkrankung von einer Krankheitsdauer von zwischen ein und zwei Wochen auszugehen, wobei es durchaus normal ist, dass manche Symptome wie etwa das Schwächegefühl und die allgemeine Appetitlosigkeit noch Tage nach dem Fieberabfall bestehen bleiben. Der Fieberabfall erfolgt in einer Krisis, also plötzlich und unter reichlichem Schwitzen.

Achtung: Sollte das Fieber nach spätestens 7 Tagen nicht wieder rückläufig sein bzw. nach kurzem Fieberabfall wieder ansteigen, besteht insbesondere bei Menschen mit einem geschwächten Immunsystem die Gefahr einer bakteriellen Zusatzinfektion zum Beispiel der Lunge (Lungenentzündung). In diesen Fällen empfiehlt es sich einen Arzt aufzusuchen.

Fieberverlauf Grippe

1.2 Erkältung (Rhinoviren)

Bei einer Erkältung handelt es sich um eine Erkrankung der Atemwege, die nicht selten fieberfrei verläuft. Die Atemwegssymptome setzen dabei allmählich und schleichend ein mit einem Kratzen im Hals und einem beginnenden Schnupfen. Schließlich kann auch streckenweise allmählich eine erhöhte Temperatur bis 38,5°C hinzutreten, die jedoch mit wenig Schüttelfrost und kaum Kopf- und Gliederschmerzen einhergeht. Charakteristisch sind hier eher die Schnupfen-Symptome. Insgesamt ziehen sich Erkältungen nicht länger als 2 Wochen hin.

Achtung: Auch im Rahmen von Erkältungen kann es unter ungünstigen Bedingungen zu bakteriellen Zusatzinfektionen vor allem der Lunge, Bronchien und Nasennebenhöhlen kommen. Letztere erkennt man vor allem an einem gelblich-grünlichen Nasensekret, erstere an steigendem Fieber und großer Abgeschlagenheit, die für Erkältungen sonst eher untypisch ist, die im Normalfall keine wesentliche Beeinträchtigung des Allgemeingefühls mit sich bringen.

Hausmittel und Geheimtipps bei Grippe- und Erkältungskrankheiten

Als Grundregel gilt bei Grippe und Erkältung das alte englische Sprichwort: „Starve a flu and feed a cold.“ –  „Die Grippe hungere aus, die Erkältung füttere.“ Das bedeutet, dass während der Grippe ein weitgehendes Fasten angesagt ist, während dem gesteigerten Appetit der Erkältung nachgekommen werden darf und sollte.

Darüber hinaus haben sich folgende Hausmittel als Geheimtipps zur raschen Abwehr von Grippe und Erkältungskrankheiten bewährt:

    1. Sencha Benifuki Ichibancha ist die catechinreichste unter allen Grüntee-Sorten. Das im Sencha der Sorte Benifuki Ichibancha enthaltene Catechin-Spektrum har sich in der japanischen Forschung bei der Abwehr von Rhino- und Grippeviren bewährt, wobei neben dem Tee auch das noch konzentriertere Pulver erhältlich ist, das sich vor allem bei Grippe eignet. Für den Tee 3 gehäufte Teelöffel der Teeblätter mit 100 bis 300ml 90°C heißem Wasser übergießen und so bald wie möglich auftrinken. Achtung: Schwangere und Stillende sollten beim Verzehr von grünem Tee wegen des hohen Koffein- und Gerbstoffhalts jedoch grundsätzlich Vorsicht walten lassen.
    2. Holunderbeerenextrakt von möglichst guter Qualität, also mit einem hohem Anteil der antiviral wirkendenden Anthocyane. Die Beeren des Schwarzen Holunder (Sambucus Nigra) haben sich bei Erkältungskrankheiten aller Art als eines der besten Hausmittel überhaupt bewährt. Sie werden von allen Altersgruppen und auch von Schwangeren problemlos vertragen und eignen sich gemäß entsprechender Studien dazu die Heilungsdauer von Erkältungen um durchschnittlich 4 Tage zu verkürzen. Bei einer leichten Erkältung bedarf es dazu einer täglichen Einnahme von 500mg Anthocyanen, bei einer Grippe dürfen es auch 1000 bis sogar 2000mg täglich sein. 

Sencha Benifuki Ichibancha ist der catechinreichste grüne Tee und damit ein wahrer Virenkiller.

Sencha Benifuki Ichibancha ist der catechinreichste grüne Tee und damit ein wahrer Virenkiller.


 2. Fieberverlauf bei Baby- und Kinderkrankheiten als Ursache

Grundsätzlich ist bei zu bedenken, dass Kinder häufiger Fieber (ab 38,5°C) oder eine erhöhte Temperatur (über 37,5°C, aber noch unter 38,5°C) bekommen als ältere Menschen. Auch haben vor allem Kleinkinder öfter und auch ohne daraus auf eine schwere Erkrankung schließen zu müssen hohes Fieber (ab 39,0°C). Dies ist jedoch kein Grund zur Besorgnis, sondern als Anpassungsphase des jungen Organismus an seine Umgebung zu verstehen und überdies als Hinweis auf die Leistungsstärke des Immunsystems, denn bei guter fiebriger Antwort heilen Infekte in der Regel schneller aus.

Achtung: Bei Kinderkrankheiten wie z.B. Windpocken hängt so gar die Menge der nach erfolgreicher Genesung gebildeten Schutzantikörper davon ab, ob und wie stark das Fieber medikamentös gesenkt worden ist! Lassen Sie den jungen Organismus also am besten einfach machen oder greifen Sie auf milde Hausmittel wie Wadenwickeln zurück.

2.1 Babykrankheiten

Gewisse Besonderheiten bestehen außerdem bei Babys, denn Säuglinge können vor allem in den ersten Lebensmonaten ihre Körpertemperatur noch nicht konstant halten, was zur Folge hat, dass sie sich in zu warmer Umgebung leicht überhitzen und in zu kalter Umgebung leicht unterkühlen. Aus einer warmen Stirn und einer erhöhten Temperatur ist also nicht unbedingt auf Fieber zu schließen, sondern vielleicht einfach nur auf zu warme Kleidung oder zu langen Aufenthalt in der Sonne. Im Allgemeinen fiebern Babys nämlich äußerst selten, mit großer Regelmäßigkeit jedoch einmal hoch. Es handelt sich dabei um das harmlose Dreitagefieber.

Dreitagefieber

Dreitagefieber ist eine Kinderkrankheit des Säuglingsalters (1. bis 3. Lebensjahr) und wird durch den menschlichen Herpesvirus hervorgerufen. Die hohe Verbreitung dieses Virus bedingt, dass fast alle Kinder diese Erkrankung bis zum Ende ihres dritten Lebensjahrs durchleben. Nach erfolgreicher Genesung besteht wie bei allen Kinderkrankheiten lebenslange Immunität. Der Fieberanstieg des Dreitagefiebers ist plötzlich und steil. Es kommt zu hohem Fieber von bis zu 40,0°C, die das Baby im Allgemeinen gut verträgt. Die Fieberhöhe hält 3 bis 4 Tage kontinuierlich an, bevor sich ein ebenso rascher Fieberabfall bemerkbar macht, der auf Brust und Rücken einen Ausschlag aus kleinen, blassroten Flecken hinterlässt, der sich auf den ganzen Körper, selten jedoch auf den Kopf ausbreiten kann. Nach 2 bis 3 Tagen verschwindet der Ausschlag und die Infektion ist ausgeheilt. Das Dreitagefieber braucht an und für sich nicht behandelt zu werden, bei einem eventuellen Fieberkrampf gilt es Ruhe zu bewahren den Rettungsdienst zu rufen und das Kind in der Zwischenzeit freizulegen, so dass es sich nicht stoßen kann.

2.2 Kinderkrankheiten

Folgende Krankheiten abseits gewöhnlicher Erkältungen und Grippen sind bei Kindern und Jugendlichen zu erwarten, wobei Entzündungskrankheiten wie Lungenentzündung, die in seltenen Fällen natürlich auch auftreten können, weiter unten bei den seltenen Infektionen gelistet werden. Die folgenden Krankheiten sind vorrangig bei präpububertierenden Kindern anzutreffen mit Ausnahme des Pfeifferschen Drüsenfiebers, das als „Kusskrankheit“ zwischen dem 15. und 30. Lebensjahr seine größte Häufigkeit entfaltet. Kinderkrankheiten hinterlassen im Normalfall eine lebenslange Immunität, sind aber in der Tat zunächst einmal ansteckend, im Falle von Krankheiten wie Röteln sogar sehr ansteckend und für Schwangere gefährlich. Häufig versucht man sie daher durch Impfung zu umgehen, auch wenn sich in der Praxis gezeigt hat, dass die durch abgeschwächte Lebendviren erzeugte Immunität auch folgerichtig schwächer ausfällt als die an der „Wildform“ der Krankheit erworbene natürliche. Allgemein gilt vor allem bei Krankheiten wie den Masern das Fieber auf keinen Fall medikamentös zu senken, da dies das Risiko der Komplikationen erhöht und überdies die Langzeitimmunität abschwächt. [i] Für weitere Informationen stehen Ihnen Ärzte als Impfberater zur Verfügung.

Windpocken und Röteln, die ebenfalls typische Kinderkrankheiten darstellen, verlaufen oft ohne Fieber und lassen sich daher nicht an ihrem Fieberverlauf festmachen, sondern an ihrem Ausschlag.

Windpocken sind leicht an dem charakteristischen Pocken-Ausschlag vor allem an Bauch und Rücken und im Gesicht zu erkennen und heilen in der Regel innerhalb von 5 bis 10 Tagen vollständig aus. Achtung: Während dieser Zeit sollte es keinen Umgang mit Schwangeren und Neugeborenen haben um eine Ansteckung auszuschließen. Außerdem sollten die Fingernägel des Kindes geschnitten sein, so dass es sich die Pusteln nicht aufkratzen kann!

Röteln verlaufen ebenfalls sehr oft ohne große Krankheitserscheinungen mit kleinfleckigem roten Ausschlag, der nach etwa 3 Tagen abklingt, oder sogar zur Gänze unbemerkt in so genannter Stiller Feiung. Achtung: Auch hier ist eine Ansteckungsgefahr für nicht immunisierte Schwangere gegeben!

Folgende Krankheiten nun zeichnen sich durch einen charakteristischen Fieberverlauf aus und beginnen zunächst unscheinbar wie eine Grippe. Die erste Phase bei biphasischen Fiebern ist tatsächlich  immer „grippal“, endet ca. nach 3 Tagen und setzt dann mit den charakteristischen Organsymptomen fort.

KrankheitAnstiegHöheVerlaufBegleitymptomeDauerAbfall
Masernplötzlich> 40°Cbiphasisch
  • Husten, Schnupfen, entzündete Augen (Phase 1)
  • roter Ausschlag (Phase 2)

3 Tage (Phase 1); 4 – 5 Tage (Phase 2)

Krisis
– Gefahr:Geringe Gefahr einer bakteriellen Folgeinfektion  (z.B. Meningitis).
Scharlach

plötzlich

39°C – 40°Ckontinuierlich
  • Himbeerzunge (ab 4. Tag),
  • Mandelentzündung,
  • Mundgeruch,
  • roter Ausschlag
4 – 5 TageLysis (1 Woche)
– Gefahr: Geringe Gefahr einer bakteriellen Folgeinfektion. Ansteckend!
Pfeiffersches Drüsenfieberplötzlich38°C – 39°C, selten bis 41°Cbiphasisch
  • Grippesymptome (Phase 1)
  • Mandelentzündung, Mundgeruch, Milz- und Lymphdrüsenschwellung (Achseln und Leisten) (Phase 2)
ca. 3 – 4 Wochen, wellenförmiger Verlauf in Phase 2
 Krisis
– Gefahr: Geringe Gefahr. Lebenslanges Rückfallrisiko.

3. Fieberverlauf bei Reisekrankheiten als Ursache

Um sich eine Reisekrankheit einzufangen, muss man nicht notwendig in tropische Länder reisen. Auch bei einer Reise in den Mittelmeer und dem Verzehr von Rohmilchprodukten kann es zu einer Reisekrankheit kommen (Brucellose). Tropenkrankheiten werden in der Regel im Krankenhaus behandelt, wobei gerade bei Dengue-Fieber darauf geachtet werden sollte, dass nicht aus Unwissenheit oder Aktionismus Antibiotika verabreicht werden, da es sich um eine Virusinfektionen handelt. Im Allgemeinen sind die Überträger von Reisekrankheiten häufig Mücken und kontaminierte Nahrungsmittel bzw. kontaminiertes Wasser, im Falle des subtropischen Fleckfiebers handelt es sich um Zecken-, Läuse-, Milben- und Flohbisse. Die hochgefährlichen virusbedingten hämorraghischen Fieber (z.B. Ebola) werden vor allem in Afrika, Südamerika und Südostasien eingefangen und bedürfen umgehender Behandlung, da sie sehr häufig tödlich verlaufen. Thypus und Hepatitis Typ A können bei einem Indienaufenthalt anfallen und werden daher oft in Tropeninstituten vor Reiseantritt geimpft. Insgesamt handelt es sich bei Reisekrankheiten um ernstzunehmende Erkrankungen mit nicht geringer Lebensgefahr.

Rohmilchprodukte aus dem Mittelmeerraum können Mittelmeerfieber verursachen.

Im Folgenden nun eine Übersicht über häufige Reisekrankheiten sowie ihre prägnanten Fieberverläufe und Symptome ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die angegebene Krankheitsdauer entspricht Durchschnittswerten und kann in Einzelfällen natürlich abweichen.

KrankheitAnstiegHöheVerlaufBegleitsymptomeDauerAbfall
Typhus and Paratyphusallmählich  (1 Woche)bis 40°Ckontinuierlich
  • Verstopfung während des Fieberanstiegs;
  • Durchfall während der Fieberhöhe
14 TageLysis (1 Woche)
– Gefahr:Geringe Gefahr bei rechtzeitiger Behandlung. Ansteckung durch verdorbene Nahrung.  
Malaria

plötzlich

40°C – 41°Crekurrrierend
  • keine Symtome,
  • Gelbfärbung der Haut ist möglich, ebenso Erbrechen und Durchfall
12 – 20 Schübe von 1 Tag Fieber und 1 – 2 Tagen
fieberfrei
Krisis
 – Gefahr:
Keine Gefahr bei den Hauptformen, unbehandelte Malaria tropicana 20% Letalität. Tropenreise, Ansteckung durch Mückenstiche.

Brucellose (Mittelmeerfieber)

allmählich (plötzlich auch mgl.)

 undulierend
  • Durchfall, Nachtschweiß
 1 – 3 Wochen in mehreren Schüben mit fieberfreien Intervallen.Lysis
 – Gefahr:Unnbehandelte Brucellose: 2 – 5% Letalität. Verzehr von Rohmilch oder Rohmilchkäse, Mittelmeerraum.
Dengue-Fieber

plötzlich

bis 40°Cbiphasisch
  • extrem schwere Muskel-, Kopf- und Gliederschmerzen, tastbare Milzvergrößerung (Phase 1)
  • fleckenförmiger Hautausschlag am Körper und nicht im Gesicht (Phase 2)

2 – 4 Tage (Phase 1); Pause; 2 – 4 Tage (Phase 2)

Krisis
 – Gefahr:2 – 4% Gefahr  für innere Blutungen und Multiorganversagen (Dengue-Schock-Syndrom). Tropenreise, Ansteckung durch Mückenstiche.     
Virusbedingte hämorrhag. Fieber (Ebola, Lassa, Hanta, Marburg)

plötzlich

bis 40°Cbiphasisch
  • Grippesymptome, Übelkeit, Erbechen (Phase 1)
  • innere Blutungen, oft Multiorganversgaen (Phase 2)
wenige TageKrisis
 – Gefahr:Hohe Gefahr. 25 – 90% Letalität. Tropenreise.
Hepatitis
 
leicht, bis 38,5°C
biphasisch (i.d.R.)
  • Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen, Übelkeit, Erbrechen (Phase 1)
  • Gelbsuchtphase, gelbe Augen, entfärbter Stuhl, Urin braun (Phase 2)

3 – 10 Tage (Phase 1); 7 – 14 Tage (Phase 2)

 
 – Gefahr:Bei chronischem Verlauf, ohne Gelbsucht: Gefahr einer späteren Leberzirrhose (Lebensgefahr). Betrifft  zu 90% Kinder. Bei aktuem Verlauf, mit Gelbsucht: lebenslange Immunität. Betrifft zu 90% Erwachsene.
Fleckfieber
plötzlich
40°C – 41°C
kontinuierlich
roter Hautausschlag
14 TageKrisis
 – Gefahr:20% Letalität, Rückfälle sind nach Jahren noch möglich. Ansteckung durch Zecken-, Milben-, Läuse- und Flohbisse.

4. Fieberverlauf bei seltenen Infektionen als Ursache

Unter der seltenen Infektionen werden vor allem die verschiedenen Entzündungen gelistet, die als Folgeinfektionen und Komplikationen zum Beispiel einer Masernerkrankung oder Mandelentzündung auftreten können, wobei die schlimmste Eskalation immer die Sepsis, die Blutvergiftung, darstellt. Achtung: Bei Blutvergiftungen ist der Körper auf das Fieber um sein Überleben angewiesen wie mittlerweile etliche Tier- und Menschenstudien erwiesen haben, es darf also nicht gesenkt werden! Usus ist den Infektionsherd direkt antibiotisch zu behandeln und im Notfall durch einen Katheder die Austrocknung abzuwehren, wenn der Patient nicht mehr selbstständig trinken kann. Eine beginnende Blutvergiftung sollte jeder erkennen können! In jedem Falle ist ein Arzt zu rufen. 

4.1 Folgeinfektionen nach Verletzung oder Erkrankung

Folgeinfektionen können bei Geschwächten unter Umständen im Anschluss an eine anderweitige Erkrankung oder Verletzung auftreten – dies gelegentlich sogar typischerweise wie im Falle des Rheumatischen Fiebers, das gerne an eine Mandelentzündung anschließt, allerdings nicht ausschließlich, da z.B. eine Lungenentzündung auch für sich stehen kann. Außer den unten aufgeführten Erkrankungen ist noch die Hirnhautentzündung (Meningitis) zu erwähnen, die sich an starken Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit als Leitsymptomen bemerkbar macht und sehr häufig als mögliche Komplikation z.B. nach Kinderkrankheiten wie Masern genannt wird, wenn diese schwer verlaufen. Zur Sicherheit wird bei Verdacht auf eine Meningitis empfohlen einen Arzt aufzusuchen. Die im folgenden benannten Infektionen nun zeichnen sich durch einen charakteristischen Verlauf aus.

KrankheitAnstiegHöheVerlaufSymptomeDauerAbfall
Sepsis (Blutvergiftung)plötzlichbis 38,5°Cintermittierend
  • beschleunigter Atem,
  • Verwirrtheit,
  • niedriger Blutdruck,
  • Herzrasen
wenige Tage, kurze, steile FieberintervalleKrisis,
oft unter
36°C
zw. d.
Schüben
 – Gefahr:Lebensgefahr.Kann auftreten bei schwer verlaufender Lungenentzündung, zu spät erkannter Fehlgeburt, Wundvergiftung
Wochenbett-fieber

plötzlich

bis 38,5°Cintermittierend
  • beschleunigter Atem,
  • Verwirrtheit,
  • niedriger Blutdruck,
  • Herzrasen
wenige Tage, kurze, steile FieberintervalleKrisis,
oft unter
36°C
zw. d.
Schüben
  – Gefahr:Bei guter Hygiene selten. Infektion der Geburtswunde durch unsaubere Hände und Utensilien.  
Endokarditis (Entzündung der Herzinnenhaut)

plötzlich

bis 38,5°Cintermittierend
  • beschleunigter Atem,
  • Verwirrtheit,
  • niedriger Blutdruck,
  • Herzrasen,
  • Kurzatmigkeit
wenige Tage, kurze, steile FieberintervalleKrisis,
oft unter
36°C
zw. d.
Schüben
  – Gefahr:Lebensgefahr. Tritt v.a. als Folgeinfektion nach anderen Infektionen auf.    

Infektiöse Lungenentzündung (typisch)

plötzlich

bis 40°C
kontinuierlich
  • Husten,
  • Atemnot,
  • angestrengtes Atmen,
  • eitriger Auswurf
  • Mundgeruch
7 – 9 TageKrisis
  – Gefahr:Geringe Gefahr. Gefahr der Chronifizierung  bei HIV-Postiven, Diabetikern und Alkoholikern.    

Rheumatisches Fieber

plötzlichbis 39°Cremittierend
  • entzündete Gelenke,
  • von Gelenk zu Gelenk springende Schmerzen,
  • Herzrasen
 Lysis o. Krisis
  – Gefahr:2 – 5% Letalität (Herzversagen), Rückfälle nach Jahren möglich. Tritt oft 2 Wochen nach einer Mandelentzündung auf, daher häufiger bei Kindern und Jugendlichen.      

Nierenbecken-Entzündung

 plötzlich 39°C – 40°Cremittierend
  • Bauch und Flankenschmerzen,
  • Brennen beim Wasserlassen
 wenige Tage (bei Gabe von Antibiotika) Lysis o. Krisis
  – Gefahr:Akut: keine Gefahr. Chronisch: Gefahr von Nierenversagen. Tritt vor allem im Zusammenhang mit Nieren- und Blasensteinen, Diabetis Mellitus, Schwangerschaft und Harnwegsverengung auf.

4.2 Fieber, das kommt und geht

Sollte es sich zutragen, dass aus unbekannten Gründen Fieberschübe auftreten, so sind die folgenden Krankheiten mögliche Ursachen, wobei darauf zu achten ist wie sich das Kommen und Gehen gestaltet: Erklimmt das Fieber allmählich einen Berg um dann wieder ebenso allmählich abzusinken, unduliert es also, oder kommen die Schübe jäh und enden auch ebenso jäh wieder, rekurrieren? Folgende Krankheiten kommen im mitteleuropäischen Raum unter anderem als Ursachen in Frage:

KrankheitAnstiegHöheVerlaufSymptomeDauerAbfall

Cholezystitis, Cholangitis (Gallenblasen-Entzündung)

plötzlich39°C – 40°Crekurrierend
  • starke Schmerzen im rechten Unterbauch,
  • Abneigung gegen fettige Speisen
unregelmäßige SchübeKrisis
– Gefahr: Gefahr einer Blutvergiftung. Tritt v.a. ab dem 60. Lebensjahr auf.
Pel-Ebstein Fieber

allmählich

39°C – 40°Cundulierend
  • Trias: Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust von über 10% in 6 Monaten, schmerzfrei vergrößerte Lymphknoten

3 ­– 10 Tage pro Schub und auch pro fieberfreies IntervallLysis
 – Gefahr:Weist u.U. auf Morbus Hodgkin (Lymphdrüsenkrebs) hin, für den ein erhöhtes Risiko nach bei einer Geschichte von Pfeifferschem Drüsenfieber besteht. Kann aber auch auf eine infektiöse Ursache hinweisen (z.B. Tuberkulose), was hauptsächlich Immungeschwächte wie HIV-Positive betrifft, aber nicht nur.    
Borreliose

plötzlich

39°C – 40°Crekurrierend
  • gelegentlich kleinfleckiger Ausschlag,
  • Nasenbluten,
  • Gelbfärbung der Haut
  • Schübe von 3 – 7 Tagen, 7 – 10 Tage Pause, 3 – 5 Schübe

Krisis
– Gefahr: Unbehandelt 20 – 50% Letalität. Infektion durch Läuse- oder Zeckenbiss. 

Alle Fieberverlaufstypen mit Beispielkrankheiten im Überblick

Im Folgenden findet sich eine Übersicht über alle möglichen Fieberverlaufstypen mit den sie charakterisierenden Beispielkrankheiten. 

1. Kontinuierliches Fieber (febris continua)

Beim kontinuierlichen Fieber ist die Temperatur über mehrere Tage hinweg gleich hoch und schwankt am Tage maximal um 1,0°C, wobei sich die Fieberhöhe zumeist zwischen 38,0°C und 39,0°C einpendelt. Es ist typisch für alle möglichen Arten von bakteriellen Infektionen.

Kontinuierliches Fieber 

Infektionen, die mit kontinuierlichem Fieber verlaufen, sind z.B.:

  • Fleckfieber (Typhus exanthematicus)
  • Typhus und Paratyphus
  • Infektiöse Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Scharlach (Angina)
  • Wundrose (Erysipel), Wundinfektion

Fieber bei Fleckfieber

Fleckfieber ist eine durch Mikroorganismen (Rickettsien) verursachte Infektionskrankheit, die von Parasiten wie Läusen, Zecken, Milben oder Flöhen übertragen wird und ihren Namen dem sie begleitenden roten Hausschlag verdankt. Der Fieberanstieg ist plötzlich und bis auf 40,0°C bis 41,0°C, der Fieberverlauf über bis zu 14 Tage dann kontinuierlich. Rückfälle sind noch Jahre später möglich und die Letalität liegt bei etwa 20%.

Fieber bei Typhus und Paratyphus

Typhus und Paratyphus sind schwere, in der Regel durch mangelnde Hygiene verursachte und durch die Nahrung übertragene Salmonelleninfektionen, wobei sich der Paratyphus gegenüber dem Typhus durch ein abgeschwächtes Krankheitsbild auszeichnet. In beiden Fällen steigt das Fieber in der ersten Krankheitswoche allmählich und meist von Verstopfung begleitet an. Ab der zweiten oder dritten Krankheitswoche hält es  sich dann kontinuierlich bei um die 40,0°C und es kann zu erbsenbreiaartigen Durchfällen kommen. Der Fieberabfall erfolgt in der Regel erst mit der vierten Woche und verläuft allmählich.

Fieber bei Lungenentzündung

Infektiöse Lungenentzündungen sind Entzündungen des Lungengewebes (v.a. des Rippenfells) zumeist ausgelöst durch Pneumokokken. Der Fieberanstieg ist allmählich und bis auf etwa 38,5°C. Die Fieberhöhe dauert dann in der Regel zwischen 7 und 9 Tagen an, bevor es zu einer langsamen Rekonvaleszenz kommt, die sich zuweilen bis zu 12 Wochen hinziehen kann. Da es während dieser Phase zu Folgeerkrankungen wie z.B. einer Mittelohr- oder Hirnhautentzündung kommen kann, ist besondere  Vorsicht geboten.  Dies gilt besonders für HIV-Positive, Diabetiker und Alkoholkranke, bei denen schwere Komplikationen und eine Chronifizierung der Lungenentzündung möglich sind.

Fieber bei Scharlach

Bei Scharlach handelt es sich um eine hierzulande als Kinderkrankheit verbreitete Infektion des Rachens durch Streptokokken, die sich charakteristischerweise an einer geröteten Zunge (Himbeerzunge) und geröteten Rachenschleimhäuten bemerkbar macht. Dabei kommt es zu einer gelbweißen Vereiterung der Mandeln und zu starkem Mundgeruch, in der Folge außerdem zum scharlachtypischen roten Ausschlag in Achselhöhle und Leisten. Der Fieberanstieg ist plötzlich und von Schüttelfrost begleitet. Die Symptome treten über die ersten Krankheitstage hinweg allmählich hinzu, wobei sich die Himbeerzunge am 4. Tag zeigt. Im Normalfall dauert die Erkrankung 2 bis 3 Wochen, wobei sich der Fieberabfall in der Regel allmählich über eine Woche hinzieht. Im Anschluss an die Krankheit entwickelt das Kind eine spezifische Immunität.

Fieber bei Wundrose oder Wundinfektion

Derselbe Erreger kann auch eine lokal begrenzte Infektion der Haut in Form von einer Wundrose oder Wundinfektion auslösen, wobei für gesunde Menschen kaum Gefahr für eine Infektion besteht, in erhöhtem Maße jedoch für Diabetiker. Bei dieser Erkrankung kann sich das Fieber zuweilen vor dem eigentlichen Ausschlag zeigen, obwohl die erkrankte Stelle üblicherweise bereits schmerzen und ziehen sollte.

2. Remittierendes Fieber (febris remittens)

Beim remittierenden Fieber schwankt die Temperatur am Tage um bis zu 2,0°C. Abends ist sie deutlich höher als am Morgen, jedoch niemals so niedrig, dass der Patient in den Tiefphasen fieberfrei wäre. Es kommt bei einer Vielzahl von bakteriellen und viralen Infekten vor, ist jedoch insbesondere typisch für Entzündungen der oberen Atemwege.

Remittierendes Fieber

  Infektionen, die mit remittierendem Fieber verlaufen, sind z.B.:

  • Grippe (Influenza),
  • Tuberkulose,
  • Lokale Infektionen wie Mittelohrentzündung, Mandelentzündung, Entzündungen der Lunge, Bronchien und der Nasennebenhöhlen,
  • Nierenbeckenentzündung (Pyelonephritis),
  • Rheumatisches Fieber (auch Streptokokkenrheumatismus genannt).

Bei der handelt es sich um den Oberbegriff für verschiedene Viruserkrankungen (s.o.). Bei der Grippe handelt es sich um den Oberbegriff für verschiedene Viruserkrankungen (s.o.).

Fieber bei Tuberkulose

Tuberkulose ist eine durch Tuberkel-Bakterien verursachte Infektionskrankheit primär, aber nicht ausschließlich der Lunge, die zum Teil von Tieren übertragen wie z.B. durch nicht pasteurisierte Kuhmilch, zum Teil durch Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch. Die Temperaturerhöhung bei der Tuberkulose ist typischerweise nur leicht und es kommt zu reichlich Nachtschweiß, wobei die Primärerkrankung meist durch eine Verkapselung der Tuberkel-Bakterien bewältigt wird und keine sonderliche Gefahr darstellt. Im Falle eines schweren Verlaufs kann es jedoch zu einer lokalen Folgeinfektion z.B. der Hirnhaut (Meningitis) kommen.

Fieber bei lokalen Infektionen

Lokale Infektionen verdanken sich je nachdem sowohl bakteriellen als auch viralen Erregern, wobei sich das entzündete Körperteil naturgemäß schmerzhaft bemerkbar macht, so dass sich unschwer erkennen lässt, um welche Art von lokaler Infektion es sich handelt. Die Fieberverläufe sind je nach Art der Infektion unterschiedlich.

Fieber bei Nierenbeckenentzündung

Nierenbeckenentzündungen gehören zur Gruppe der Harnwegsinfekte und werden häufig durch Nieren- und Blasensteine verursacht, die die Harnwege verstopfen. Oft ist dabei auch das Nierengewebe (Parenchym) betroffen. Die Entzündung bleibt lange Zeit unbemerkt mit einem plötzlichen Einsetzen der Symptome (Bauch- und Flankenschmerzen, Brennen beim Wasserlassen) und einem steilen Fieberanstieg unter reichlich Schüttelfrost.

Fieber bei Rheumatischem Fieber

Beim Rheumatischen Fieber handelt es sich um eine heutzutage selten gewordene Art der Streptokokken-Infektion, die vor allem das Herz und die Gelenke betrifft und sich typischerweise um die zwei Wochen nach einer Mandelentzündung bemerkbar macht, daher häufig Kinder und Jugendliche betrifft. Die betroffenen Gelenke sind gerötet und geschwollen, wobei die Schmerzen von Gelenk zu Gelenk springen. Wenn außerdem die Innenhäute des Herzens (Endokarditis) betroffen sind, so kommt es außerdem zu Herzrasen und Schmerzen im Brustbereich, wobei es bei einer Herzklappenschädigung in Einzelfällen sogar zu einem Herzversagen kommen kann, das sich durch Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Übelkeit und Erbrechen ankündigt. (Rheumatisches Fieber ist nebenbei bemerkt die Krankheit, von der man heutzutage als Todesursache Mozarts ausgeht.)

3. Intermittierendes Fieber (febris intermittens)

Beim intermittierenden Fieber schwankt die Temperatur am Tage um mehr als 2,0°C. Abends ist sie deutlich höher als am Morgen. Im Gegensatz zum remittierenden Fieber kann sie dabei sogar bis auf 37,0°C sinken, so dass es zu fieberfreien Intervallen und zuweilen sogar Untertemperatur kommen kann. Der Fieberanstieg ist steil und schnell und daher nicht selten mit Schüttelfrost verbunden. Intermittierendes Fieber ist vor allem typisch für akute Infektionen.

Intermittierendes Fieber

Infektionen, die mit intermittierendem Fieber verlaufen sind z.B.:

  • Eitergeschwüre (Abszesse),
  • Infektiöse Endokarditis,
  • Blutvergiftung (Sepsis, septisches Fieber),
  • Kindbettfieber, Wochenbettfieber (Puerperalsepsis).

Fieber bei Abszessen

Abszesse sind durch zum Teil unbekannte Ursachen ausgelöste Eitertaschen. Sie können sich z.B. um einen eingeschlossenen Fremdkörper bilden oder mit einer Krankheit einhergehen. So kommt es bei der Autoimmunkrankheit Morbus Crohn z.B. zu einer Abszessbildung an den Darmzotten.

Fieber bei Endokarditis

Infektiöse Endokarditis ist eine gefährliche Entzündung der Innenhäute des Herzens (häufig handelt es sich um die Herzklappen). Sie tritt meist in der Folge von anderen Infektionen auf und kann in eine Blutvergiftung münden.

Fieber bei Blutvergiftung

Eine Blutvergiftung ist eine lebensbedrohliche, außer Kontrolle geratene Breitbandentzündung des gesamten Körpers über die Blutbahnen, auf die der Körper mit einer übersteigerten Heilreaktion antwortet (sehr steiler Fieberanstieg mit starkem Schüttelfrost und hoher Kreislaufbelastung). Sie tritt z.B. im Zusammenhang von eiternden Wunden, schwer verlaufenden Lungenentzündungen oder zu spät erkannten Fehlgeburten auf und muss intensivmedizinisch behandelt werden.

Fieber bei Kindbettfieber

Kindbettfieber ist ein heutzutage selten gewordenes septisches Fieber, das durch eine Schmierinfektion der Geburtswunde durch unsaubere Hände oder Utensilien ausgelöst wird und zu Kreislaufversagen und Tod führen kann.

4. Rekurrierendes Fieber (febris recurrens)

Beim rekurrierenden Fieber (auch rezidivierendes Fieber, Rückfallfieber, Relapsfieber oder periodisches Fieber genannt) wechseln die Fieberschübe mit 1 bis 2 und sogar bis zu 14tägigen fieberfreien Intervallen. Rückfallfieber ist vor allem typisch für spezielle bakterielle Infektionskrankheiten wie Borreliose und Malaria.

Rekurrierendes Fieber

Infektionen, die mit rekurrierendem Fieber verlaufen sind z.B.:

  • Malaria,
  • Borreliose (Rückfallfieber),
  • Gallenblasenentzündung (Cholezystitis),
  • Gallengangentzündung (Cholangitis).

Fieber bei Malaria

Malaria ist eine weltweit verbreitete, nicht ansteckende tropische Infektionskrankheit, die hauptsächlich durch Mücken übertragen wird. Der Malariaerreger siedelt sich in der Leber an, wo er sich vermehrt und sich an die roten Blutkörperchen heftet. In bestimmten Zeitabständen platzen diese und der Erreger überschwemmt den Körper, wodurch es zu wiederkehrenden Fieberschüben kommt.

Fieber bei Borreliose

Auch die Borreliose verbreitet sich durch Parasiten (Zecken oder Läuse) und verläuft in 3 bis 5 sukzessive milder werdenden, plötzlich beginnenden Fieberschüben von 3 bis 7 Tagen mit starkem Schüttelfrost, zwischen denen mehrere fieberfreie Tage liegen können.

Fieber bei Entzündung der Gallenblase / Gallengänge

Sind die Fieberschübe zwar wiederkehrend, aber unregelmäßig bei gleichzeitig starken Schmerzen im rechten Unterbauch, so kann eine Entzündung der Gallenblase bzw. der Gallengänge vorliegen, die durch Gallensteine ausgelöst ist.

5. Undulierendes Fieber (febris undulens)

Undulierendes Fieber verläuft wellenförmig, wobei die Temperatur über mehrere Tage hinweg allmählich ansteigt mit Fieberspitzen bis zu 40°C um dann ebenso allmählich wieder zu fallen. Nach einigen fieberfreien Tagen folgt dann ein weiterer Zyklus. Undulierendes Fieber ist vor allem typisch für Brucellosen und Krebserkrankungen wie Morbus Hodgkin.

Undulierendes Fieber

Infektionen, die mit undulierendem Fieber verlaufen sind z.B.:

  • Maltafieber, Mittelmeerfieber (Brucellose),
  • Morbus Hodgkin (Pel-Ebstein-Fieber).

Fieber bei Brucellose

Brucellosen sind vor allem in Mittel- und Osteuropa sowie im Mittelmeerraum verbreitete bakterielle Infektionskrankheiten, die meist durch Tröpfcheninfektion (Schweiß, Speichel) oder Nahrungsmittelinfektion (z.B. Milch) von Tieren auf Menschen übertragen werden, wobei die Unterart des Erregers über den jeweiligen Krankheitsverlauf und die Begleitsymptome entscheidet (Rinder-, Schweine- oder Ziegen- und Schafbrucelllose). Der Fieberanstieg ist langsam und der Fieberverlauf wellenförmig über mehrere Monate hinweg mit zum Teil tagelangen fieberfreien Intervallen.

Fieber bei Morbus Hodgkin

Morbus Hodgkin ist ein bösartiger Tumor des Lymphsystems, der sich an einer Schwellung der Lymphknoten bemerkbar macht und vom Pel-Ebstein-Fieber begleitet wird. Bei diesem wechseln sich fieberhafte Phasen von in der Regel 3 bis 10 Tagen mit ähnlich lang andauernden fieberfreien Intervallen ab.

6. Biphasisches Fieber

Biphasisches Fieber, auch doppelgipfliges Fieber genannt, verläuft in zwei distinkten Phasen, wobei die erste Phase relativ kurz ist und von einem fieberfreien Intervall gefolgt wird, bevor es zu einem erneuten Fieberanstieg kommt, der zwar länger anhält, aber ähnliche Temperaturen aufweist. Biphasisches Fieber tritt häufig im Zusammenhang von Virusinfektionen auf, wobei sich die organspezifischen Symptome in der zweiten Phase zeigen.

Biphasisches Fieber

Infektionen, die mit biphasisch verlaufen sind z.B.:

  • Masern,
  • Hepatitis,
  • Denguefieber,
  • Andere virusbedingte hämorrhagische Fieber (Ebola Fieber, Lassa Fieber, Marburg Fieber, Koreanisches Fieber/Hanta Fieber),
  • Pfeiffersches Drüsenfieber (Epstein-Barr Virus).

Fieber bei Masern

Die Masern sind hierzulande eine Kinderkrankheit, die im Erwachsenenalter allerdings Komplikationen verursachen kann (Folgeinfektionen z.B. der Hirnhaut) und in Entwicklungsländern sogar epidemisch auftritt. Nach um die zwei Wochen Inkubationszeit bildet sich in der ersten Phase, auch Initialstadium genannt, plötzlich hohes Fieber von oft über 40,0°C, begleitet von Husten, Schnupfen und entzündeten Augen. Nach etwa 3 Tagen klingt das Fieber wieder ab um mit dem 4. Oder 5. Tag wieder ebenso heftig aufzuflammen, wobei sich nun auch der maserntypische Ausschlag bemerkbar macht. Im Normalfall dauert diese Phase noch einmal 4-5 Tage an, bevor die Krankheit zur Gänze überstanden ist.  Der Ausschlag bildet sich dann vom Kopf angefangen abwärts wieder zurück.

Fieber bei Hepatitis

Hepatitis ist eine gefährliche Entzündung der Leber unter anderem durch entsprechende Viren (Hepatitis A, B, C, D und E), Parasiten und Pilze (z.B. den Knollenblätterpilz), die vor allem wenn sie chronisch fortschwelt bis zur Leberzirrhose und damit zum Tod führen kann. Zu Beginn einer akuten Hepatitis-Erkrankung steht eine Phase leichten Fiebers, begleitet von Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen, Übelkeit und Erbrechen. Hier kann es leicht zu einer Verwechslung mit einem grippalen Infekt kommen. Man spricht von einem unscheinbaren Verlauf. In der zweiten Phase, der so genannten Gelbsuchtphase, die sich in etwa einem Drittel aller Fälle manifestiert, verfärben sich die Augen gelb, der Urin wird braun und auch der Stuhl entfärbt sich. Dies ist insgesamt Zeichen eines erfolgreich verlaufenden Heilungsprozesses und nicht eines drohenden Leberversagens. Nur im Falle einer chronisch verlaufenden Hepatitis kommt die Gelbsuchtphase oftmals erst, wenn es schon zu spät ist, und ein Leberversagen ins Haus steht.

Fieber bei Denguefieber

Denguefieber, wegen der typischen Krankheitsdauer auch Siebentagefieber genannt, ist eine tropische, seit einigen Jahrzehnten auf dem Vormarsch befindliche, durch Mücken übertragene Viruserkrankung, die bei einem schweren Krankheitsverlauf (2-4% der Fälle) zu inneren Blutungen und zum Tod führen kann (hämorrhagisches Denguefieber bzw. Dengue-Schock-Syndrom). Es ist daher bei Verdacht, Krankheit oder Tod unbedingt meldepflichtig. Das Denguefieber kann, muss aber nicht in jedem Fall biphasisch verlaufen und zeichnet sich durch die so genannte Denguetrias der Symptome aus: plötzliches hohes Fieber (bis 40,0°C), schwere Muskel-, Kopf- und Gliederschmerzen (daher auch Knochenbrecherfieber genannt) und Hautauschlag. Bei gutem Verlauf besteht nach Abheilen der Krankheit eine lebenslange Immunität gegen den infizierenden Virenstamm.

Fieber bei hämorrhagischem Fieber

Virusbedingte hämorrhagische Fieber (Ebola Fieber, Lassa Fieber, Marburg Fieber, Koreanisches Fieber/Hanta Fieber) sind zum Teil hochgefährliche Virusinfektionen, die epidemisch auftreten können und mit inneren Blutungen einhergehen. Sind daher wie auch das Denguefieber bei Verdacht, Krankheit oder Tod unbedingt meldepflichtig. Mit Ausnahme des Lassa Fiebers teilt sich der Krankheitsverlauf eines virusbedingten hämorrhagischen Fiebers in zwei distinkte Phasen ein, wobei die erste sich durch grippale Symptome, plötzlichen Fieberanstieg, hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen auszeichnet und die zweite Phase durch das Einsetzen der inneren Blutungen. Oft kommt es bereits nach wenigen Tagen zu Multiorganversagen und zum Tod. Die Letalitätsraten liegen zwischen 25% und 90%.

Fieber bei Pfeifferschem Drüsenfieber

Pfeiffersches Drüsenfieber ist harmlose Viruserkrankung des lymphatischen Gewebes durch den Epstein-Barr-Virus. Es handelt sich um eine Tröpfcheninfektion, die häufig über Speichel übertragen wird, in der Hälfte aller Fälle Menschen zwischen 15 und 30 Jahren betrifft und daher auch Kusskrankheit oder Studentenfieber genannt wird. Nach einer ersten Phase von grippeähnlichen Symptomen und Fieber zwischen 38,0°C und 39,0°C kommt es in der zweiten Phase meist zu einer Trias aus Mandelentzündung, Milzschwellung und Lymphdrüsenschwellung vor allem unter den Achseln und in den Leisten. Die Ausheilung erfolgt dann meist innerhalb von 4-5 Wochen.

Quellen:

[i] http://www.welt.de/vermischtes/article137860795/Senken-Sie-bei-Masern-bloss-nicht-das-Fieber.html




59 Responses to “Fieberverlauf bei verschiedenen Krankheiten”

  1. Super Bericht :)

    Ich bin 25 Jahre alt und hatte heute Nacht starken Schüttelfrost und einen Fieberanstieg auf 39 Grad. Heute morgen war alles wieder gut. Es bereitet mir etwas Sorgen, weil ich das schon mal hatte und bedenklich finde oder kann das eine normale Abwehrreaktion auf einen Virus oder so sein? (Habe zurzeit auch eine Sehnenscheitentzüdung; letztes mal hatte ich aber keine)
    LG

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Isobel, was Sie schildern ist vollkommen im Rahmen. Es gibt keine „Mindestzeit“ für Ausheilungsreaktionen und jeder Fieberschub ist eine Ausheilungsreaktion, keine Krankheit. Dies bitte beachten. Wenn Ihr Körper über Nacht etwas beseitigt und Sie sich am nächsten Tag wieder gut fühlen, dann ist alles in Ordnung. Liebe Grüße!

  2. Liebe Frau Kirchhoff,

    ein kleiner Zusatz noch: wir verwenden vielleicht in 1von 10 Schüben Schmerzmittel. Also eigentlich nie. Nur falls das eine Rolle spielt.

    LG
    Birte

  3. Guten Abend Frau Kirchhoff,

    ein großes Lob für das sicher sehr zeitintsive aber für uns Leser*innen unheimlich aufschlussreiche Zusammentragen der Fieberformen, was zudem, da verständlich und im richtigen Kontext gesetzt, einen guten Einblick erlaubt.

    Leider konnte ich darunter nicht genau einordnen unter welche Art die Fieberschübe meines nun 5jährigen Sohnes fallen.

    Seit gut 1,5 Jahren hat er mind. 1x im Monat und in recht regelmäßigen Abständen von ca. 3-5 Wochen für 3-4 Tage Fieber.

    Es kommt rasch, kündigt sich meist am Vorabend schon mit Mundgeruch an, hat eine Fieberhöhe von ca. 2 Tagen mit über 39C (in 50% sogar über 40C). Am Morgen ist das Fieber niedriger als Abends, jedoch ist es mal in der Tiefphase im Normalbereich, häufiger aber leicht darüber. Ich kann also nicht genau sagen ob remittieren oder imitierend, werde dies aber (nun da ich um die darin versteckte Botschaft weiß) genauer beobachten.

    Der Fieberabfall ist denke ich mal bei den kurzen Perioden von 3-4 Tagen (Fieber total) als Krisis zu bezeichnen.

    Die Schübe gehen immer mit Mattheit und häufig mit Kopf- und teils mit Bauchschmerzen einher. Hinzu kommen manchmal Knieschmerzen, die aber wie auch Kopf/Bauchschmerzen auch ohne das Fieber immer mal wieder auftreten.

    FSME Schnellimmunisierung ist nach ZeckenBiss erfolgt. Aktuelle Blutests hinsichtlich Borreliose sind negativ.

    Da wir uns in Ausschlussdiagnostik befinden, wurden einige Untersuchungen und Blutbilder schon durchgeführt.
    Blutwerte: nichts wirklich auffällig
    Tuberkulose Test: negativ
    Ultraschall von Nieren, Blase, Magen: negativ

    Als nächstes soll eine rheumatische Abteilung einer Uniklinik zu Rate gezogen werden.

    Besonderheiten
    Eitrige Mittelohrentzündung im Februar 2017.
    Einige Zeckenbisse 2017 & 2018.

    Reiseziele in den letzten 3 Jahren waren: Costa Rica, Panama, Sri Lanka, Schweden, Frankreich, Spanien

    Fallen Ihnen mit Ihrer Erfahrung noch Hinweise ein? Haben Sie eine Empfehlung zu weiteren Ansatzpunkten für die Diagnose?

    Ich danke Ihnen sehr und wünsche ein angenehmes Wochenende.

    Birte

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Birte, bitte entschuldigen Sie die urlaubsbedingte späte Antwort. Leider habe ich auch keinen direkten Rat, was Ihren Sohn betrifft, wobei aufgrund Ihrer Reisetätigkeit definitiv eine tropische Krankheit in Betracht gezogen werden sollten. Lassen Sie Ihr Kind am besten von einem geeigneten Spezialisten auf Parasiten testen. Dabei kann es sich auch um einen Heilpraktiker handeln, da viele Ätzte verständlicherweise spezialisiert sind und daher nicht alle Möglichkeiten im Blick haben. Der Mundgeruch deutet auf den Verdauungstrakt, ebenso die Bauchschmerzen. Generell sin Wadenwickel bei den Schüben zu bevorzugen und Lindenblütentee. Es gibt eine Vielzahl von natürlichen antiparasitären Maßnahmen, die auch für kleine Kinder geeignet sind. Bitte holen Sie sich diesbezüglich fachkundlichen Rat! Liebe Grüße Ihnen und gute Besserung Ihrem Sohn!

  4. Sehr, sehr guter Artikel !

    Vielen Dank 👍

  5. Johanna Meier:

    Hallo Frau Kirchhoff, ich habe eine Frage betreffs meiner Enkelin, sie ist 3 Jahre alt.
    Sie war gerade ein paar Tage mit der Kindergartengruppe auf einem Bauernhof. Am Abend der Abholung bekam sie Bauchweh und musste sich übergeben. Am nächsten Tag ging es ihr wieder gut, bis sie abends plötzlich hohes Fieber, über 40 Grad bekam. Nach ein paar Stunden mit Wadenwickeln war es wieder weg. Am nächsten Tag ging es ihr wieder gut. Am übernächsten Tag wieder das gleiche Spiel. Extrem hohes Fieber für ein paar Stunden.
    Haben Sie eine Idee was das sein könnte?

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Frau Meier, von den beiden Fieberschüben allein kann ich nichts ableiten, außer, dass Ihre Enkelin als junger Organismus im Augenblick ohnehin durch eine Anpassungsphase geht. Ein einfacher Rückfall ist in sich noch nicht aussagekräftig genug. Liebe Grüße Ihnen!

  6. Anja Özdemir:

    Sehr geehrte Frau Kirchhoff,

    vielen Dank für Ihre sehr ausführliche Beschreibung und Auflistung auf Ihrer Internetseite.

    Ich bin zur Zeit sehr besorgt und zugleich verunsichert und hoffe, dass Sie mir möglicherweise einen Tipp geben können.

    Mein Sohn Maxim, 3 Jahre alt, hatte diesen Winter durch seinen Kita-Besuch sehr häufig einen Infekt der oberen Atemwege- vor allem Husten und Schnupfen. Da ich noch mit unserem kleinen zu Hause bin, habe ich die Infekte möglichst immer zu Hause ausheilen lassen und ihn dann wieder in die Kita gebracht. Nach 3-4 Tagen war er aber i.d.R. wieder krank.
    Dies gipfelte Ende Januar dann in einer Lungenentzündung mit extrem hohem Fieber und über 2 Wochen stärker Abgeschlagenheit und nichts essen wollen. Er war ganz schwach und dürr geworden.
    Zu diesem Zeitpunkt bekam er Antibiotikum – unsere Kinderärztin verschreibt dies wirklich nur im Notfall.

    Nachdem er sich einigermaßen erholt hatte, bekam er mehrere Pseudo- Krupp Anfälle im Februar und war auch wieder erkältet…
    Seit dem immer wieder Atemnot und Asthmaanfälle. Diese wurden erst nur akut bei einem Anfall mit Salbutamol Spray behandelt.
    Da die Bronchien aber nicht erholen bekommt er jetzt ein Langzeit Cortison- dies hilft auch gut, seit einiger Zeit hat er weder Husten noch Schnupfen.

    Im April sind wir dann in den Urlaub geflogen – kurz vorher waren wir zur Kontrolle (um ggf. die Kortison-Dosis zu senken).
    Dabei stellte die Ärztin eine Ohrenreizung/ Entzündung fest.
    Maxim hatte sich bis dahin jedoch nicht über Ohrenschmerzen beschwert. Im Urlaub war auch alles gut- keine Erkältung, keine Ohrenschmerzen. (Wir sind in die Türkei geflogen).

    Doch ziemlich genau eine Woche nach unserer Rückkehr, klagt er plötzlich über sehr starke Ohrenschmerzen (Sa, 28.04.) Und hatte plötzlich hohes Fieber 40,3. Montags waren wir dann bei unsere Ärztin, die meinte das Ohr ist leicht gereizt, aber nicht entzündet und das Fieber ist vermutlich ein grippaler Infekt…
    Ok, wieder nach Hause. Dienstag dann Feiertag (01.05.) und Maxim hat immer noch hohes Fieber mit Schüttelfrost und starker Abgeschlagenheit. Er heult vor Ohrenschmerzen, man darf es nicht berühren- also zum Kinderärztlichen Notdienst. Da dann wieder nichts. Das Ohr ist nur gereizt. Vermutlich Grippe.
    Wir sollen Ibuprofen geben.
    Fieber dauert bis Donnerstag Abend an- dann plötzliche Besserung: kein Fieber mehr und auch die Abgeschlagenheit war besser, er hatte sogar etwas Appetit. Also den Termin freitags beim Arzt abgesagt.
    Dann Samstag 05.05. Plötzlich wieder hohes Fieber, Schüttelfrost, Nachtschweiß und Appetitlos – das auch noch den ganzen Sonntag.
    Montag dann wieder alles gut, war sogar wieder in der Kita.
    Dienstag, 08.05. dann wieder Fieber, aber nur ca. 39,0. Und starke Ohrenschmerzen. Von der Kita abgeholt und direkt zum HNO Arzt. Der hat Flüssigkeit hinterm Trommelfell festgestellt und dass er vermutlich schlecht hört, da das Trommelfell nach einem Test quasi unbeweglich ist. 3- 4 Wochen warten wie der Verlauf ist, ansonsten wäre der Einsatz eines Paukenröhrchens nötig.
    Mittwoch und Donnerstag war er sehr müde und abgeschlagen sowie weiter Appetitlos. Aber kein Fieber.
    Nun, heute Abend 11.05. Schon wieder Schüttelfrost und hohes Fieber…

    Ich frage mich, ob es nun an dem Paukenerguss liegen kann? Wobei die Ohrenschmerzen anscheinend auch schwankend sind- jetzt waren sie sogar weg…

    Oder kann es etwas anderes sein, z.B. eine Reisekrankheit, die er sich vielleicht eingefangen hat?

    Oder evtl. Pfeiffrisches Drüsenfieber? Gerade beklagte er sich zusätzlich über Halsschmerzen und hat auch eine belegte Stimme…

    Ich mache mir langsam Sorgen und höre von allen Ärzten nur, warten warten warten…
    Aber worauf? Er hat ständig Fieber, starke Schmerzen, isst nichts, hat total abgenommen, ist müde und abgeschlagen, weint nur und spielt nicht- will nur liegen…. das ist nicht mein kleiner Springfloh der sonst kaum zu bremsen ist…

    Haben Sie einen Rat? Könnte es noch mit der Lungenentzündung zusammenhängen?
    LG Anja

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Anja, aus Ihren Darstellungen geht hervor, dass die Symptomatik vor Antritt der Türkeireise begonnen hat. Cortison und Antibiotika führen häufig zu Folgeinfektionen, da Sie jedes Mal Teile des Immunsystems zerstören, auch wenn sie gewissenhaft verschrieben werden. Das bedeutet, dass ein Teil der Symptomatik auf diese Art der Behandlung zurückzuführen sein kann. Wenn Ihre Ätzte sagen warten, dann meinen Sie vor allem auf die Selbstheilung. Dieser können Sie allerdings unterstützend entgegenwirken, wobei ich folgende Maßnahmen vorschlagen würde: Infrarotlicht und Zwiebelsäckchen für das Ohr, Olivenblattextrakt (ein nebenwirkungsfreies Breitband-Präparat gegen Bakterien, Viren und Parasiten) für die Infektion, Lindenblütentee und eventuell Wadenwickel bei Stauhitze und starken Schmerzen sowie Salbei und Thymian für die Atemwege (bei Husten hat sich „Tannenblut“ bewährt). Außerdem kann natürliches Vitamin C ganztägig „zugefüttert“ werden. Hohes Fieber ist an sich nichts Schlimmes, da es eine hocheffektive Heilungsphase bedeutet. Sie können den Gesundheitszustand Ihres Sohnes gerne ärztlich im Blick behalten lassen, vielleicht möchten Sie aber für eine Weile auf nicht naturheilkundliche Maßnahmen verzichten und den Heilungsprozessen Raum geben. Liebe Grüße Ihnen!

  7. Hallo, ich bekam vor 3 Tagen am Morgen Fieber von 38,4° , das bis zum Abend auf 39° anstieg ohne jegliche Erkältungssymtome, lediglich starke Gliederschmerzen, Kopfschmerzen und ein starkes Krankheitsgefühl mit hohem Blutdruck und Herzrasen (Puls 120). Ich rief den diensthabenden Arzt an, weil ich so zu meiner Hausärztin am nächsten Morgen nicht hätte gehen können, weil mir auch schwindelig war (bin 74 Jahre). Dieser Arzt diagnostizierte eine Grippe und ich sollte das Fieber mit Paracetamol senken, was ich auch wider Willen tat, weil ich eigentlich weiß, dass das Fieber begründet ist. Aber die Glieder- und Kopfschmerzen waren so stark, dass ich doch die Tabletten nahm. Das Fieber ist nun weg und ich glaube, per Krisis abgefallen, wenn man das nach der Tabletteneinnahme überhaupt so einschätzen kann. Viel Vorworte gemacht und nun zu meiner eigentlichen Frage: Gibt es tatsächlich eine Grippe, die keine Symptome zeigt? Ich habe bisher immer gelesen, dass bei einer Grippe die Viren die Atemwege befallen. So hätte ich doch zumindest einen Husten haben müssen oder?? Ich habe organisch keinerlei Schmerzen, aber Angst, dass sich vielleicht doch etwas Anderes dahinter verbergen könnte.
    Liebe Grüße Monika

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Monika, ein grippaler Infekt kann in der Tat ganz ohne Erkältungssymptome verlaufen. Liebe Grüße Ihnen!

  8. Hallo Frau Kirchhoff, ich habe nun 7Tage unverändertes Fieber. Wenn ich es nicht drücke steigt es bis 40.4 an. Ich muss es also drücken um meine Kinder versorgen zu können. Ich habe sehr starke Schmerzen im Rücken die zum Teil schlimmer als Wehen sind. Kann ein Pseudotumor so schnell wieder kommen? Danke für ihre Antwort. Liebe Grüße Dunja

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Dunja, leider erreicht mich Ihr Kommentar erst jetzt, da ich die Kommentare in Schüben beantworte. Ich hoffe Ihnen geht es indessen besser. Ich weiß nicht, wie stark Sie Ihr Fieber drücken und ob das bedeutet, dass Sie keinerlei Fieber mehr haben. Was die Schmerzen im Rücken anbelangt, so ist Ihnen dringlichst eine untersuchtung auf eine Nierenbeckenentündung angeraten. Liebe Grüße Ihnen!

  9. Hallo Frau Kirchhoff,vor etwa 3 Jahren hatte ich ein Jahr lang Fieber hübsche. Aus den Schübe wurde ein durchgehende Fieber bis bei mir wurde vor 3 Jahren ein inflammatorischer Pseudo tumor der Milz festgestellt wurde. Ich würde mit Cortison und MTX behandelt. Nun dürfte ich das Cortison ausschleichen und nehme das MTX alle drei Wochen. Alle Blutwerte sind super und ich habe trotzdem wieder Fieber seit Tagen. Ich habe Angst das alles von vorne los geht. Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar. Liebe Grüße Dunja Bolzek

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Dunja, wenn Ihre Blutwerte in Ordnung sind, dann sollten Sie sich wegen des Fiebers keine Sorgen machen. Sie könnten eine einfache Grippe haben. Das ist nach 3 Jahren durchaus nicht ungewöhnlich. Bitte nehmen Sie davon Abstand das Fieber zu senken oder Antibiotika einzunehmen, sondern trinken Sie stattdessen ausreichend und gönnen Sie sich Ruhe. Sollte sich das Fieber nicht von alleine innerhalb von einigen Tagen der Entspannung verabschieden, dann gehen Sie bitte zum Arzt. Liebe Grüße Ihnen!

  10. Hallo Frau Kirchhoff, ich habe seit drei Wochen erhöhte Temperatur. Seit zwei Wochen immer um 38. Als weitere Symptome Muskelschmerzen linksseitig (Wade, Ober-/Unterarm, Brust, Schulter), Utikaria (noch nie gehabt, kenn ich nur von meinen Kindern), leicht verstopfte Nase, linksseitig Bauchweh.
    Blutwerte waren alle ok. Helio Bakter negativ, Stuhlprobe eingereicht, Ergebnis steht noch aus. Gestern war ich noch beim Endokrinologen, Knoten Schilddrüse set Jahren „still“-auch unwahrscheinlich.
    Ich bin im Mai letzten Jahre an der Uniklinik Düsseldorf von einem pleomorphen Adenom in der Kiefergrube befreit worden. Mein HNO sagte, nach meiner Frage nach einem möglichen Rezidiv, das könnte nicht die Fieberursache sein. Komplette Entfernung wurde erst im Dezember per MRT kontrolliert.
    Des Weiteren hatte ich sowie meine drei Kinder vor einem halben Jahr Keuchhusten.
    Haben Sie eine Idee woher meine subfebrile Temperatur kommen könnte? Bin ich einfach nur erschöpft (30h job, drei Kinder) plus kleinere Infekte ?
    Morgen gehe ich nochmal zu meiner Hausärztin und zu meiner Heilpraktikerin. Dort liegen meine Blutwerte bezüglich Toxine etc.
    Vielen Dank für Ihre Mühen, würde mich über eine Antwort freuen.
    Liebe Grüße aus Dortmund sendet Marie

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Marie, die Linksseitgkeit der Symptome deuten aus Sicht der TCM auf den Milz-Pankreas Meridian hin, der mit eigenen seelischen Themen einhergeht, die sich zusätzlich zum weiteren Vorgehen auch berücksichtigen lassen. Bei den nicht klar zuzuordnenden Immunschwäche-Symptomen wie den Ihren würde ich Ihnen ansonsten vorschlagen eine Breitbandaufforstung des Immunsystems einzuleiten: definitiv Selen (200-300µg), Zink (60-80mg), Vitamin C (1000-3000mg am Tag, auf mehrere Portionen aufgeteilt, ideal zusammen mit Polyphenolen wie z.B. OPC als Wirkverstärker), milchsauer fermentierte Speisen wie Sauerkraut (nur Bio) und antiparasitäre Bitterstoffe wie z.B. Olivenblattextrakt, Krebsbusch oder Katzenkralle (bitte nur eines wählen), dazu Mariendistel zur Leberaktivierung. In der Tat haben Sie als werktätige Mutter von 3 Kindern eine verständlich hohe Belastung. Es ist daher wichtig, dass Sie freundlich mit sich umgehen. Liebe Grüße Ihnen und gute Besserung!

  11. Liebe Frau Kirchhoff, herzlichen Dank für den sehr guten und im Allgemeinen verständlichen Artikel! Das war genau das, was ich momentan gebraucht habe. Ich hatte leider eine Fehlgeburt in der 10 ssw und musste zur Ausschabung. 2 Tage nach der Op habe ich Halsschmerzen und eine verstopfte Nase bekommen, was nun am 3. Tag schlimmer geworden ist und mit 38,4° nachmittags einhergeht. Da ich sehr schlapp bin und Gliederschmerzen & Kopfschmerzen habe, vermute ich, dass ich “nur“ eine Erkältung habe. Der Schleim ist momentan auch meist klar.

    Man sollte eine erhöhte Temperatur/ Fieber, nach der Op den Ärzten mitteilen aber da ich wohl nur erkältet bin, brauche ich das vermutlich nicht. Ich hoffe, ich liege da richtig?

    Nochmals vielen lieben Dank für den sehr informativen und anschaulichen Artikel!!!

    Sonnige Grüße,
    Karo

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Karolin, wenn Sie explizit darum gebeten wurden eine Temperaturerhöhung mitzuteilen, dann wäre es ratsam dem Folge zu leisten, weniger ratsam ist es allerdings das Fieber zu senken. Der Körper geht jetzt durch eine Heilungs- und Trauerphase. Liebe Grüße Ihnen!

  12. Hallo
    Vielen Dank für den interessanten Text.
    Meine Tochter 6 Monate alt hatte plötzlich hohes Fieber welches wir mit Ibuprofen Zäpfchen gedrückt haben nach zwei Tagen weg war.
    Sie hat super oft Stuhlgang was sonst nie so ist. Da sie voll gestillt wird. Ich gebe ihr Kamille und Fencheltee zusätzlich mit einer Spritze in den Mund was sie gut trinkt.Sie hat einen trockenen Husten der sie sehr schmerzt und Schnupfen. Nun nach einem fieberfreiem Tag hat sie plötzlich wieder hohes Fieber. Was könnte dies sein. Wie kann ich dem kleinen Wesen noch helfen? Vg und Danke

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Julia, bitte sehen Sie davon ab das Fieber Ihrer Tochter zu senken, sondern lesen Sie am besten den Artikel Fieber senken bei Babys. Wenn Ihre Tochter fiebert, dann hat Sie vermutlich entweder eine Kinderkrankheit (z.B. Dreitagefieber), d.h. sie immunisiert sich gerade durch das ungebremste Fieber, oder einen einfach Infekt, bei dem im Prinzip dasselbe gilt, wie bei Erwachsenen: Ruhe, Flüssigkeit und wenn Sie möchten einfache immunstärkende Maßnahmen wie Vitamin C. Bitte lesen Sie unten stehende Artikel zum Thema Fieber, die geeignet sein können, dem Fieber begründet positiv gegenüber zu stehen. Liebe Grüße Ihnen!
      http://www.fieber.net/baby-fieber/was-tun/
      http://www.fieber.net/fieber-senken/gefahr/
      http://www.fieber.net/fieber-senken/antibiotika-fieber/

  13. Meine Frau hat seit 11 Tagen Fieber den wir mit Paracetamol und imbrufen senken nach Abfall hat sie Schweißausbrüche. Antibiotika hat Sie durchgenommen und es half nichts . Schüttelfrost Dan Fieber, sie spürt den Schüttelfrost an den Beinen angefangen Dan nimmt sie Tablette ist im Bett 1 und stehst wieder auf ohne Symtome. Nach 4 Stunden Dan wider das gleiche Rituak und das seit knapp 2 wichen

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Lieber Aki, Antibiotika schwächen das Immunsystem, so dass es nicht verwunderlich ist, dass sich der Zustand Ihrer Frau nicht bessert. Das Fieber hingegen ist eine hochwirksame Heilreaktion und sollte nicht unterdrückt werden. Lesen Sie dazu bitte unbedingt folgenden Artikel: http://www.fieber.net/fieber-senken/antibiotika-fieber/ Versuchen Sie bitte eine Weile vollständig auf Antibiotika und Paracetamol zu verzichten und stattdessen genug zu trinken. Das Immunsystem kann mit Vitamin C (nur natürliches, am besten Acerola), Zink und Selen (300µg am Tag) unterstützt werden. Es ist außerdem gut etwas Lindenblütentee vorrätig zu haben. Liebe Grüße!

  14. Hallo Frau Kirchhoff,
    danke für den tollen Überblick. Ich lerne gerade für die Heilpraktiker Prüfung und Ihre Zusammenfassung ist genau was ich gesucht habe. Sehr hilfreich!
    Vielen Dank für Ihre Mühe,
    Mareike

  15. Sylvia Schürzinger:

    Guten Tag,
    ich war im November 2017 für 1 Woche in Dubei. Dort hatte ich am Tag vor der Heimreise einen plötzlichen Fieberanstieg bis 40° mit Schüttelfrost, Gliederschmerzen, sehr starken Kopfschmerzen. Zuerst dachte ich eine Grippe hat mich erwischt, aber am nächsten Tag ginge es mir schon besser und ich konnte zum Glück heimfliegen. Seither kommen alle 3 – 4 Wochen diese Fieberschübe, gestern das letzte Mal,Fieber bei 39,3°, seit dem Urlaub jetzt bereits das 4. Mal. Bei einer MRT Untersuchung wurde als Zufallsbefund eine Leberzyste festgestellt mit dem Hinweis diese zu kontrollieren. Ich weiss nicht ob das auch mit dem Fieberschüben zu tun haben kann.
    Ich würde mich über einen Ratschlag sehr freuen.
    Vielen Dank
    S.Schürzinger

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Frau Schürzinger, die Leberzyste kann in der Tat mit rekurrierendem Fieber einhergehen wie im Übrigen auch Entzündungen der Gallengänge (siehe oben unter dem Abschnitt „Rekurrierendes Fieber“). Liebe Grüße!

  16. Hallo Herr Doktor. Ich bräuchte Ihre Hilfe. Unzwar mein kleiner ist 3 Jahre und ist seit 4 Monaten Krank. Angefangen hat es mit Mittelohrentzündung. Die trotzt Antibiotiker zunahme immer wieder zürück kam. Innerhalb 4 Monaten hat mein kleiner schon mindestens 6 Antibiotiker genommen nur für die Mittelohrentzündung. Anschließend hatte er eine erkältung mit hohem Fieber bis 40.9 Grad. Nach der einnahne von schleimlöser und Hausmittel ging es ihm gut ca 5 Tage dann hatte er wieder Fieber und Husten und verschleimte Nase. Er sollte in einer woche operiert werden am Ohr, an den Polypen und an den Mandeln, weil er schlechter hört und kaum luft bekommt, aber da er wieder und immer noch krank ist wird die op verschoben. Mitlerweile hat er einmal die Woche 40 grad Fieber der Husten ist immer noch da und die Nase läuft immer noch. Ich weis nicht mehr weiter.

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Bahar, die ständigen Antibiotika-Gaben schwächen das Immunsystem ungemein und sind im Allgemeinen eher nicht zu empfehlen, wenn man nicht eine Infektion auf die andere folgen sehen möchte. Die Mittelohrentzündung kam nicht TROTZ der Antibiotika zurück, sondern höchstwahrscheinlich WEGEN der Antibiotika. Das Kind versucht sich mit dem Fieber selbst zu heilen und der Körper ist klüger als man denkt, es wäre gut, Sie ließen es einfach in Ruhe fiebern und krank sein ohne einzugreifen. Lesen Sie dazu bitte folgenden Artikel für die Zukunft: http://www.fieber.net/fieber-senken/antibiotika-fieber/ Achten Sie nur darauf, dass das Kind genug trinkt. Wenn Sie dem Kind etwas Gutes tun wollen können folgende Stärkungsmaßnahmen hilfreich sein: Vitamin C, Zink und Selen sowie Salbei & Thymian & Lindenblütentee Tee und Olivenblattextrakt für die Infektion (min. 20% Oleuropein, besser 40% labortestlich verbürgt. Liebe Grüße Ihnen!

  17. Hallo,
    Ich brauche mal dringend Rat meine Tochter hatte vor 2 Wochen husten mit leichtem Fieber welches mit hustenlöser behandelt wurde, aber nie ganz weg war. Nun hat sie Freitag Abend Fieber bekommen um die 39-40 daraufhin waren wir am Samstag morgen im Krankenhaus und es hieß sie hat ein grippalen Infekt. Am gleichen Abend kamen die temperaturen bis 41,7 mit Mühe und noch fiebersenkenden Mitteln hat sich das dann auf 40 eingependelt. Am Montag waren wir dann beim Kinderarzt und es hieß sie hat eine Lungenentzündung. Jetzt nimmt sie seit Montag antibiotiker heute ist Mittwoch und sie hat immernoch um die 38-39 Fieber schwach ist sie auch da sie seit dem Wochenende nichts gescheites isst und trinken auch nur das nötigste. Jetzt meine Frage sollte es jetzt nicht nach 2 Tagen antibiotiker Richtung Besserung gehen? Oder sollten wir nochmal ins Krankenhaus blutabnehmen lassen?
    Lg
    Selin

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Selin, dass es Ihrer Tochter nach der Antibiotika-Gabe schlechter geht ist weniger ungewöhnlich, da Antibiotika den Körper oft schwächen und nur in absoluten Ausnahmefällen verabreicht werden sollten, da sie auch nach der Krankheit das Immunsystem beeinträchtigen (Verlust großer Teile der schützenden Darmflora). Es empfiehlt sich Ihre Tochter einfach krank sein und fiebern zu lassen, ein Arzt ist nur einzuschalten, wenn sie gar nichts mehr trinken will. Liebe Grüße.

  18. Hallo,
    Ich habe seid 4 Wochen subfibrile Temperaturen, angefangen hat es mit Halsschmerzen, trockenen Husten und Fieber von 39,2 über 1 Woche jetzt schwankt die Temperatur zwischen 37,5 und 38,0 aber geht eben nicht runter, verbunden mit Nachtschweiß.Meine Ärztin meint ein Virus Infekt weiß aber auch nicht weiter? Wofür könnte das sprechen? Wie lang kann so ein Fieber dauern?

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Christina, im Falle einer mysteriösen Infektion lohnt es sich mit hochdosiertem Olivenblattextrakt zu arbeiten. Olivenblattextrakt wirkt sowohl antiviral, antiparasitär und antibakteriell und ist für den Menschen gut verträglich. Was genau Sie für eine Infektion haben, kann ich Ihnen leider nicht sagen. Liebe Grüße.

  19. Hallo, ich habe seit ca. 3 Jahren Fieber um die 37.9-38.5. In Ruhe manchnal kein Fieber und in Bewegung immer wieder Fieber. Es vergehen nur wenige Tage dazwischen wo ich mal nur 37.5 habe. Aber wie gesagt,dass mit der Bewegung oder in Ruhe fällt mir auf. Ich habe fast jede Nacht kalten Schweiss auf der Brust. Bin sehr müde, auch durch schlechten Schlaf. Habe seit ca. 3 Jahren verstärktes Auftreten von Unverträglichkeiten. Sehr oft ganz, ganz schlimme Bauchkrämpfe mit Durchfall, selten zusätzlich erbrechen in diesem Moment. Sehr oft Schmerzen auf der rechten Seite des Oberbauches. Bauchkrämpfe sind in den letzten 3 Monaten etwas zurückgegangen, also die Häufigkeit. Nehme seit 2013 Opiade wo man denkt Verstopfung, nein, die ist seltener und wechselt sich mit dem krampfenden Durchfall ab. Sonst ist man der Meinung, dass ich eine small fibre neuropathie habe. Aber woher ist das Fieber bzw. welches? Ich habe wirklich Phasen wo die Kräfte mich verlassen. Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Antwort.

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Frau Arnold, die Schmerzen im rechten Oberbauch, die Sie nennen, weisen auf die Leber hin und es empfiehlt sich Ihre Leberwerte untersuchen zu lassen. Liebe Grüße und gute Besserung Ihnen!

  20. Ich habe seit 4Tage plötzlich jeden Nachmittag über 40 Grad Fieber, Schüttelfrost bekomme eine Infusion dann ist es wieder in 1Stunde weg.Liege zur Zeit schon 3 Wochen im Krankenhaus mit Verdacht auf Herzklappenentzündung und bekomme täglich 4 Flaschen Antibiotika. Keiner findet die Ursache auf das plötzliche Fieber. Haben sie eine Ahnung ich fühle mich sonst gut.

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Lieber Klaus, Ihre Symptome sind in der Tat sehr ungewöhnlich, wobei die Art des Fiebers bei Antibiotika-Gaben in dieser Größenordnung nicht klar bestimmt werden kann. Krankenhäuser sind tatsächlich auch Horte von Keimen. So es Ihnen möglich ist die Antibiotika zu verweigern und stattdessen hochdosierten Olivenblattextrakt einzunehmen wäre dies ein guter Test. Olivenblattextrakt wirkt gleichermaßen antiviral, antibakterielle und antiparasitär. Liebe Grüße!

  21. Ich bin auf ihre Seite gestoßen und finde sie super… meine Tochter hat seid einer Woche ein Infekt der oberen Luftwege, schnupfen, Halsweh…) letzte Woche hatte sie an manchen Tagen leicht erhöhte Temperatur ;37,8…am Freitag begann husten und ich ließ sie abhören, Bronchien und Lungen frei…. seid Montag hat sie über Tag konstant 38,0 ,in der Nacht habe ich nicht gemessen…, weil sie recht gut schlief…ich bin nun am überlegen, ob ich nochmal mit ihr zum Arzt soll, die Praxen sind aber übervoll und ich befürchte, dass sie sich dort noch etwas Neues holt.. vielen dank

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Lena, bitte entschuldigen Sie die späte Antwort: solange es Ihrer Tochter im Allgemeinen gut geht mit Ihrer Krankheit ist, ist nichts zu befürchten. Generell zur Stärkung von Lunge und Bronchien sind Kräutertees mit Cistus, Salbei, Thymian und Lindenblüten, die angenehm schleimlösend wirken können für Ihre Tochter. Liebe Grüße!

  22. Der Autor dieses Artikels sollte sehr sehr dringend einen Schreibkurs oder ähnliches besuchen, bevor er/sie nochmal in betracht zieht, etwas in der Art zu veröffentlichen. Diesen Bandwurmtext zu lesen ist eine Qual und für Menschen mit Fieber aus Geduldsgründen gar nicht möglich. Man muss jeden dritten Satz mehrfach lesen, da Satzzeichen entweder falsch oder gar nicht gesetzt wurden. Außerdemist die Wortwahl viel zu Steif. Hatte nach einem Absatz schon keine Lust mehr, obwohl das Thema durchaus interessant ist. Werde mehr darüber von besseren Autoren lesen

  23. Hallo
    Ich bin gestern auf ihre seite gestoßen und finde sie ganz toll.
    Bin mir bei meiner Tochter aber trotzdem nicht sicher ob ich zu arzt soll.
    Sie ist jetzt 16 monate und hat das erste mal fieber.
    Gestern nach dem Mittagsschlaf mit knapp 39 aufgewacht. Seit dem schläft sie fast die ganze Zeit. Lässt sich aber immer wieder zum trinken animieren ( ich stille auch noch bei Bedarf)
    Trotzdem trinkt sie wenig. Nachts hat sie immer knapp unter 39 gehabt. Und einmal erbrochen. Morgens hat sie auf 39,8 aufgefiebert…ich wollte dann wadenwickel machen, diese hat sie nicht toleriert. Hab sie dann ausgezogen, dann ist sie wieder auf 39 runter. So hält es sich jetzt. War dann am Vormittag einmal länger wach. Hat auch ein bisschen gelächelt und uns gezeigt was sie möchte. Hat dann ganz gut getrunken und hat etwas Banane und apfel gegessen…freu….kurz darauf wieder alles erbrochen und durchfall gehabt. Jetzt schläft sie wieder, eigentlich ganz ruhig, Atmung etwas schneller, puls normal.
    Ich weiß einfach nicht ob wir zum arzt sollen. Möchte ihr die untersungstortur eigentlich ersparen
    Ich hoffe sie können mir etwas helfen und hoffe auf schnelle Antwort. Unser kind ist nicht geimpft. Seit heute mittag hat sie 39,8
    Mfg Samsara Rupps

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Frau Rupps,
      solange Ihr Kind nicht apathisch wirkt und das Trinken verweigert darf es ruhig fiebern. Vermutlich handelt es sich bei der Erkrankung Ihrer kleinen Tochter um das harmlose Dreitagefieber, das Kinder in diesem Alter mit bleibender Immunisierung durchmachen. Es ist die erste Kinderkrankheit. Solange also diese Faustregel gewahrt ist, dass das Kind trinkt und auf die Mutter reagiert, ist eigentlich kein Anlass zur Sorge. Liebe Grüße! http://www.fieber.net/baby-fieber/dreitagefieber/

  24. Horneck Margrit:

    Sehr geehrte Frau Kirchhof! Ich hatte jetzt 3x im Abstand von je 6 Wochen einen Fieberschub. Gegen Abend starker Schüttelfrost, dann stieg das Fieber im Lauf des Abends auf 2x über 38° und einmal über 39°. In der Nacht schwitze ich stark und am Morgen bin ich fieberfrei. Dann bin ich ein paar Tage sehr erschöpft und müde. Leichter Durchfall, meist nur 1x. Keine anderen Symptome ( wie Schnupfen, Schmerzen,Husten).Dann ist wieder 6 Wochen alles ok. Was könnte das sein. Einmal einen Tag nach dem Fieberschub Blut abgenommen. Es war alles in Ordnung, nur die Leberwerte waren leicht erhöht. Borreliose auch negativ. Bin 60 Jahre alt und hatte die letzten Jahre selten Fieber. Liebe Grüße Margrit Horneck

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Frau Hornett, Ihr Fiebermuster ist in der Tat schwer zuzordnen. Als eine generelle Maßnahme sei Ihnen ein hochdosierter Olivenblattextrakt empfohlen. Olivenblattextrakt wirkt bei praktisch jeglicher Form von Erreger und Parasiten und sollte in der Lage sein eine eventuelle Erreger-Quelle auszuschalten. Liebe Grüße!

  25. Hallo habe eine Frage ich habe jetzt Zeit 22 Dezember 2017 Fieber das Fieber kommt und geht entweder habe ich Untertemperatur normales Temperatur oder eben sehr hohes Fieber bis zu 39 Grad Symptome sind keine wenn ich fieberfrei bin nur wenn ich Fieber habe habe ich erbrechen Schüttelfrost Kopfschmerzen und schwitze sehr was für ein Fieber ist das

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Manuela, was Sie schildern passt am ehesten auf rekurrierendes Fieber, da Sie von fieberfreien Intervallen sprechen. Liebe Grüße

  26. Hallo,
    Ich würde gerne wissen, ob Sie mir bei folgendem Fieberverlauf Hinweise auf mögliche Erkrankungen geben können: Fieber bis 39,3 Grad Celsius; morgens am höchsten (oft abends ein weiterer Schub an die 39), am Tag schwankend zwischen 37,8 und 38,8; Fieber über Monate. Und welchem Fieberverlauf entspricht diese Beschreibung am ehesten? Vielen Dank.

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Anne M., bitte entschuldigen Sie die verspätete Rückmeldung. Die Verlaufsform Ihres Fiebers weist am ehesten auf remittierendes Fieber, da das Fieber um maximal 1,5°C schwankt und damit Hinweis auf eine bakterielle oder virale Infektion. Genaueres kann Ihnen jedoch nur ein Arzt sagen. Allgemein seien jedoch auf Verdacht auf das Thema Weisheitszähne hingewiesen, wo eine ähnlich lange Problematik auftreten kann. http://www.dentasana.com/ursache-weisheitszaehne.html Liebe Grüße!

  27. Liebe Frau Kirchhoff, ich habe zwei Fragen. Meine 16 jährige Tochter leidet seit fast 5jahren an wiederkehrenden Schüben, die neben starken Schmerzen, Müdigkeit und sich ständig erweiternden körperlichen ausfallerscheinungen immer mit Temperaturerhöungen einhergehen, Dauer der Schübe drei bis vier Wochen,dazwischen können 1bis4 Monate liegen, was für eine Art Fieber ist das dann und meine zweite Frage ist meine Tochter hat wenn es ihr relativ gut geht eine Temperatur von 34,5 bis 35 Grad, ab 36,5 Grad wirkt sie richtig krank, der höchste Wert war mal 38,8 Grad, da war sie schon nicht mehr richtig ansprechbar, wenn die normale durchschnittstemperatur so niedrig ist, ab wann spricht denn da von Fieber bzw erhöhter Temperatur? S begann sehr schleichend immer länger werdende Schübe, mittlerweile sitzt sie im Rollstuhl hat Epilepsie, narkolepsie, ist in den Schüben blaseninkontinent, Probleme beim sehen und sprechen und beim jetzt aktuellen Schub haben sich vier grosse eitrige abszesse am Rücken Brustbein und Bauch gebildet, die durch echina und streptokoggen, die genaue Bezeichnung weiß ich nicht, ausgelöst wurden, leider wurden sie in der ersten Klinik in die ich sie brachte übersehen, da sie seit zwei Jahren als psychisch krank abgestempelt ist

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Frau Rauch, bitte entschuldigen Sie die verspätete Rückmeldung. Die Symptome Ihrer Tochter deuten auf undulierendes Fieber hin, da das Fieber in Schüben wiederkehrt. Die Tatsache, dass Ihre Tochter eine so niedrige Normaltemperatur, eigentlich sogar Untertemperatur hat, ist ausgesprochen ungewöhnlich. Ein defektes Fieberthermometer wäre in Betracht zu ziehen, was auch erklären würde, warum sich Ihre Tochter bei Normaltemperatur schlecht fühlt, diese würde dann nämlich bereits eigentlich eine erhöhte Temperatur sein. Gemessen an der Symptomatik wären Sie vielleicht gut beraten Ihre Tochter fachärztlich auf Morbus Hodgkin hin untersuchen zu lassen, das mit undulierendem Fieber einhergeht. Dazu Wikipedia:

      „Das Hodgkin-Lymphom beginnt zumeist mit schmerzlosen, zu Paketen verbackenen Lymphknotenschwellungen, die bei 80 bis 90 Prozent der Patienten zum Zeitpunkt der Diagnose vorhanden sind. Sie treten vor allem am Hals (zervikal), unter der Achsel (axillär) oder in der Leistenregion (inguinal) auf, jedoch auch im Mittelfell des Brustkorbs (mediastinal) und im Bauchraum (abdominal).

      Begleitend kommt es zu unspezifischen Allgemeinsymptomen, der sogenannten B-Symptomatik. Darunter versteht man Fieber (gelegentlich als wellenförmiges Pel-Ebstein-Fieber), Nachtschweiß und eine (nicht anders erklärbare) Gewichtsabnahme von mehr als zehn Prozent innerhalb von sechs Monaten. Leistungsminderung und Juckreiz können ebenfalls bestehen. Selten ist eine Schmerzhaftigkeit der geschwollenen Lymphknoten nach Alkoholgenuss, dieser sogenannte Alkoholschmerz ist jedoch fast pathognomonisch für Hodgkin-Lymphome.[10] In manchen Fällen kann auch eine Leber- (Hepatomegalie) oder Milzvergrößerung (Splenomegalie) beobachtet werden.

      In fortgeschrittenen Stadien mit Organbefall kann es zu Störungen des Nervensystems, des Hormonhaushaltes, des Urogenitaltraktes sowie zu Beschwerden bei Skelett- und Lungenbefall kommen. Eine Abschwächung des Immunsystems und infolgedessen gehäufte Infektionen, vor allem Tuberkulose, Pilz- und Virusinfektionen, sind möglich.

      Hodgkin-Lymphome können auch durch paraneoplastische Syndrome in Erscheinung treten. Darunter versteht man Erkrankungen oder Symptomkomplexe, welche zumeist durch Autoimmunmechanismen verursacht werden, die wiederum auf einen bisweilen noch nicht diagnostizierten Morbus Hodgkin zurückzuführen sind. Mögliche paraneoplastische Syndrome sind Hauterkrankungen wie erworbene Ichthyosis[11] und Pemphigus[12] oder Erkrankungen des Nervensystems wie autonome, motorische und sensorische Neuropathien (Nervenschäden),[13] Encephalitis (Gehirnentzündung)[14] oder das so genannte Ophelia-Syndrom. bestehend aus Hippokampussklerose und Demenz.[15] Auch Autoimmunerkrankungen der Augen wie eine Entzündung der Lederhaut (Skleritis) kommen in diesem Zusammenhang vor.[16] Die paraneoplastischen Syndrome treten dabei oftmals vor der Ersterkrankung oder dem Rezidiv auf.“ https://de.wikipedia.org/wiki/Hodgkin-Lymphom

  28. Birgit Mekelburg:

    Vielen Dank für diese informative und ausführliche Seite! Gibt es eine dem Fieber zugrunde liegende Erkrankung, für die ‚Fieber steigt durch Bewegung‘ typisch ist? Heute ist der vierte Tag meiner Erkrankung, bei der das Fieber von 40,1 am 1. Abend auf 38,5 am dritten Tag fiel, um nach ersten Aufstehversuchen innerhalb von zwei Std. auf 39,3 zu klettern. Heute, am 4. Tag, zeigt das Thermometer bisher zwischen 38,4 und 38,9 – jeweils höher nach Aktivität. Ich wohne auf dem Dorf und überlege, ob ich vor dem Wochenende meine Ärztin in der nächsten Kleinstadt aufsuchen sollte oder alles soweit den normalen Verlauf
    nimmt. Wissen Sie, ob Schimmelsporen o.ä. diese Symptome produzieren können?

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Frau Mekelburg, die Tatsache, dass die Temperatur dann steigt, wenn Sie sich bewegen kann durchaus der damit verbundenen Kreislaufbelastung geschuldet sein. Schimmelsporen verursachen in der Tat Herz-Kreislauf-Beschwerden und sind generell ungünstig als „Mitbewohner“. Sollten Sie den Verdacht auf Schimmel haben, dann ist es sehr ratsam professionelle Hilfe aufzusuchen. Außerdem können starke ätherische Öle wie Salbei und Lavendel bei der Austreibung helfen. Salbei kann in Räucherkeulen verräuchern und Lavendel in Wasser verdünnt per Sprühflasche ausbringen. Liebe Grüße und entschuldigen Sie bitte die späte Antwort!

  29. was ist mit fieber,das über 10 wochen permanent und konstant 38,4 anzeigt?

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Liebe Frau Hager, leider kann ich aus dieser Information allein nichts Konkretes schlussfolgern. Kontinuierliches Fieber spricht schulmedizinisch für den Heilungsversuch einer bakteriellen Infektion. Bitte konsultieren Sie für alles Weitere einen Arzt oder Heilpraktiker. Herzliche Grüße und Gute Besserung!

    • Bitte KEINEN Heilpraktiker aufsuchen. Das sind meist Haupt- oder Sonderschüler bei denen es nicht für ein Arzt studium gereicht hat. Heilpraktiker kann gegen eine kleine Gebühr jeder Hansbampel werden

    • Gwendolin Kirchhoff:

      Lier GustavGans, das ist keineswegs der Fall und ein Vorurteil, das vor allem auch nicht die vielen Krankhausunfälle und dergleichen in Betracht zieht, die durch schulmedizinische Fehlbehandlungen zustande kommmen. Liebe Grüße.

Schreib einen Kommentar